Network Pick: Royal Rumble 2011

  • 23 Januar, 2016
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Morgen ist wieder die zweitgrößte Nacht des WWE-Jahres. Zeit, sich auf den Rumble einzustimmen. In unserem zweiten Network-Pick geht es um den Royal Rumble 2011, der mit der bislang einzigen 40-Mann-Battle-Royal aufwartete. Da das ganze wohl nicht so der Burner war und das Konzept wieder gekillt wurde, gibt es die Matchbewertungen heute in überschüssigen Rumbleteilnehmern.

World Heavyweight Championship
Edge (c) vs. Dolph Ziggler
Die Geschichte ist schnell erzählt. Vickie Guerrero als SmackDown General Manager und Edges rachsüchtige Ex-Ehefrau, die mit ihrem neuen Stecher Ziggler versucht, ihrem Verflossenen den Titel abzunehmen. Stipulation: Nutzt Edge den Spear, verliert er sowohl das Match, als auch den Titel.

Die viel gescholtene Guerrero diente hier als überragender Heat-Fänger für Ziggler. Der Kerl geht einfach nur als white meat Babyface durch, den bösen Buben hat er nicht drauf. Im Zusammenspiel mit Vickie hat das aber wunderbar funktioniert. Dazu zwei echte Könner im Ring, und das nicht nur auf technischer Ebene.

Es ist eine Sache, ein technisch nett anzusehendes Match zu wrestlen. Den Zuschauer emotional in das Match zu ziehen ist wiederum eine hohe Kunst. Und was soll ich sagen? Die beiden hatten mich. Ziggler hat lange dominiert, wenn auch eher mäßig Heat gezogen (die Fans lieben ihn einfach), aber spätestens nach der Involvierung von Vickie sehnte man sich nach dem Comeback von Edge. Das kam dann auch heimlich, still, leise und mit einigen sehr netten Kontern garniert.

Kelly Kelly schaltete schließlich nach einem Run In Guerrero aus, Edge schlug versehentlich den Ref nieder und verpasste Ziggler den Spear. Als der Ref zu sich kam, setzte er dem ganzen mit dem Unprettier ein Ende. Das Finish war gut, doch die False Finishes davor waren richtig stark. Wenn sich jemand in der Mitte des Ringes in einem Headlock befindet und es dich nicht mehr auf deinem Stuhl hält, weil du denkst, es könnte vorbei sein weißt du, dass du zwei der ganz Großen ihrer Zunft zuschaust. Starker Auftakt!
8/10 überschüssigen Rumble-Teilnehmern

WWE Championship
The Miz (c) (w/Alex Riley) vs. Randy Orton
Auch hier einfache Hintergrundstory: Miz casht in klassischer Heel-Manier gegen eine verwundete Viper ein und die will nun ihren Titel wieder.

Ein wunderbares Gegenbeispiel zum Opener. Genau das meinte ich mit einem technisch nett anzusehenden Match. Ein kurzweiliges Match in der Upper-Midcard, das aber nicht unbedingt zum Mitfiebern einlädt.

Zum einen liegt das an Miz' Darstellung. Im Opener hielten sich Guerreros Eingriffe noch in Maßen, man hatte das Gefühl, Ziggler könne das Match auch alleine gewinnen. The Miz hingegen war ohne Rileys Hilfe komplett chancenlos und fast das komplette Match über eine Witzfigur.

Zum anderen sind die beiden Charaktere einfach so flach, dass keine emotionale Tiefe entstehen kann. Zum Finish kamen schließlich die New Nexus heraus. Die wurden mitsamt Riley von Orton abgefertigt, bevor sich CM Punk von hinten anschlich und die Viper mit dem GTS zur Strecke brachte. Miz verteidigt also in einem ansehnlichen, aber ziemlich missbookten Match.
6/10 überschüssigen Rumble-Teilnehmern

Divas Championship
Fatal 4 Way Match
Natalya (c) vs. Layla vs. Michelle McCool vs. Eve
Ursprünglich von Teddy Long als Handicap Match (Natalya vs. LayCool) angesetzt, wurde das Match kurzfristig vom anonymen RAW General Manager (wir erinnern uns: Das wundervolle Gespann aus Michael Cole & Laptop) in ein Fatal 4 Way geändert.

Was soll ich zum Match selbest sagen? Vier Teilnehmer, Bell-to-Bell 5 Minuten, darunter ein Double-Sharpshooter von Natalya gegen Layla & Eve gleichzeitig und ein zweifelhaftes Finish, bei dem Eve und McCool jeweils die anderen beiden gepinnt hatten, aber nur der Pin von Eve gezählt wurde und sie so mit dem Titel nach Hause ging...

Nach dem Match kann ich nur sagen: So viel Kritik die aktuelle Divas Revolution auch einstecken musste: Wir haben bereits einen großen Schritt gemacht! Nur dank des Willen der Vier da was draus zu machen (zumindest der war da) gibt's grade so noch
2,5/10 überschüssigen Rumbleteilnehmern

40 Man Royal Rumble
Das ganze fing sehr kurzweilig an. Ein paar schöne Spots mir Nexus, The Corre, Punk, Bryan, Cena & Hornswoggle (schlagt mich, aber ich fand das ganz unterhaltsam), aber gegen Ende hat man doch gemerkt, dass es sich viel zu lange zieht. Ziemlich genau die 10 Teilnehmer, die zu viel waren.

Ohne die hätte ich diesen Rumble vermutlich als einen der besten überhaupt bezeichnet. Gegen Ende war es dann wieder der übliche Clusterfuck und auch das Finish mit Santino war miserabel-vorhersehbar. Einzig der Sieger Alberto Del Rio ging in Ordnung. Auch wenn man meinen sollte, dass der Sieger des ersten 40-Mann-Rumbles dann auch seinen Push mit Titelgewinn bekommen sollte, aber das gehört hier nicht in die Bewertung. Am Ende war es kurzweilig, aber doch auch irgendwo nervig.
5/10 überschüssigen Rumbleteilnehmern

Allgemeines/Fazit
Gott, ich vermisse Matt Striker! Er mag nicht der aller emotionalste sein, aber holy hell, da hat tatsächlich noch jemand die Action im Ring kommentiert!

Ansonsten hatten wir einen sehr guten Opener, ein nett anzusehendes Titelmatch, die übliche Pinkelpause mit den Damen und einen recht kurzweiligen Rumble. Kann man sich allemal anschauen. Muss man aber auch nicht...
6/10 überschüssigen Rumbleteilnehmern

Letzte Änderung am Samstag, 09 September 2017 19:24

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