AEW Double Or Nothing: Zeit, Geschichte zu schreiben – Kommentar vor der Debüt-Show von All Elite Wrestling Empfehlung

  • 24 Mai, 2019
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„Change the World.“ Das ist ein Claim von All Elite Wrestling, den gibt es sogar auf T-Shirts gedruckt zu kaufen. Tatsächlich hat sich die neue Wrestling-Promotion um Cody Rhodes, die Young Bucks und Kenny Omega nicht weniger auf die Fahnen geschrieben, als die Welt zu verändern. Zumindest die Wrestling-Welt. Vielleicht aber auch mehr.

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Am Samstag steht mit Double Or Nothing die Debüt-Show von AEW an, der erste Pay-per-View. Und dann soll Geschichte geschrieben werden. Es könnte eine der wichtigsten Wrestling-Shows aller Zeiten werden. Und weil das so ist, ist es definitiv eine der am meist erwarteten Wrestling-Shows aller Zeiten. Und das, obwohl AEW noch keine einzige Show veranstaltet hat.

Double Or Nothing ist die sprichwörtliche Katze im Sack, die Box Pralinen, bei der man nicht weiß, was man kriegt. Und trotzdem ist fast die ganze Wrestling-Welt unfassbar euphorisch, unfassbar zuversichtlich. Die Erwartungen sind enorm, so enorm, dass viele Wrestling-Shows daran scheitern würden, sie zu erfüllen. Aber bei All Elite Wrestling ist der Glaube genauso riesig wie die Erwartung, dass es der Start von etwas Großem ist.

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AEW verkauft den Traum von einer besseren Wrestling-Welt

Warum das so ist? Klar, einmal, weil das Pilot-Event All In im September 2018 schon ziemlich klasse war. Und auch weil das Line-up jetzt extrem stark besetzt ist. Vor allem aber, weil AEW und ihre Macher es schaffen, einen Traum zu verkaufen. Den Traum von einer besseren Wrestling-Welt. „Change the World“ eben. Die neue Promotion hat es schon jetzt geschafft, eine Gemeinschaft der Gläubigen um sich zu versammeln.

Viele der Jünger sind die besonders leidenschaftlichen Wrestling-Fans. Viele sind gefrustete WWE-Zuschauer oder Ex-WWE-Zuschauer, die das McMahon-Monopol in Zeiten der Konkurrenzlosigkeit mit einem für sie enttäuschenden Produkt vergrault hat. Die das Wrestling immer noch lieben, sich aber nicht mehr repräsentiert fühlen. AEW will diese Fans ansprechen, will auch ehemalige Fans zurückholen. Die, die aus irgendeinem Grunde mal ausgestiegen sind.

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All Elite Wrestling: Meister der Promotion und des Hypes

Es gibt gewiss auch Skeptiker und Zyniker unter den Wrestling-Fans, die meinen: Erst mal liefern, bevor man groß was verspricht. Was sie dabei nicht verstehen: Versprechen ist bereits liefern. Es ist das A und O einer Wrestling-Promotion, dass sich Leute für dein Produkt interessieren. Dass sie deine Show sehen wollen. Wrestling ist nicht nur Ringkampf. Wrestling ist Hype. Eine Promotion hat eben mit Promotion zu tun, mit Werbung. Und AEW macht das meisterhaft.

Viele Fans sind sich sicher: Wir stehen vor einer neuen Zeitrechnung im Wrestling. AEW, mit der milliardenschweren Khan-Familie als Geldgeber im Rücken, kann eine echte Konkurrenz für die WWE werden. Das McMahon-Imperium wird sich qualitativ steigern müssen, so die Hoffnung, und dann stehen wir vielleicht vor einem neuen Monday Night War wie damals mit WCW, vor allem aber hoffentlich vor einem neuen Wrestling-Boom.

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Neuer Wrestling-Boom? AEW wird neu und anders

Wenn AEW irgendwann der Grund dafür ist, dass wieder mehr Menschen Wrestling gucken, dass Wrestling wieder in den Mainstream rückt, das wäre schon eine kleine Weltveränderung. Und vielleicht klappt es sogar, dass sich das Bild von Wrestling in der Gesellschaft verbessert, wenn klar wird, was dieses Medium kann, wenn man es richtig anstellt und ihm einen modernen Anstrich gibt.

Fans müssen sich aber auf eines gefasst machen: AEW wird anders sein. Denn AEW will anders sein. AEW will eine Lücke füllen, die so nicht besetzt ist. AEW will ernstgenommen werden. Wenn im Herbst eine wöchentliche AEW-TV-Show im US-Fernsehen an den Start geht, könnte die ganz anders aussehen als zum Beispiel Monday Night RAW, womöglich wie eine Übertragung von einem echten Sport mit Sportjournalismus drum herum. In diese Richtung gingen zumindest Ankündigungen von AEW.

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„Change the World“: Großer Glaube an AEW Double Or Nothing

Das könnte befremdlich sein für viele Fans, die nichts anderes kennen oder gewohnt sind als die WWE und das, was es heute sonst so gibt. Darauf muss man sich erst mal einlassen. Vielleicht gefällt das Format nicht jedem. Vielleicht werden am Ende Zuschauer auch enttäuscht. Aber das nehmen Cody Rhodes, die Young Bucks und Co. in Kauf.

So ist das wohl, wenn man die Welt verändern will. All Elite Wrestling hat ein ambitioniertes Ziel, ein gewagtes Ziel, aber ein berechtigtes. Viele Fans glauben ganz fest an AEW – und kaufen sogar T-Shirts, auf denen „Change the World“ steht, lange bevor es überhaupt eine einzige Show gegeben hat. Am Samstag bei Double Or Nothing ist es nun Zeit, wirklich Geschichte zu schreiben.

Letzte Änderung am Freitag, 14 Juni 2019 00:15

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