Triple H - Interview und Workout

  • 15 Juli, 2013
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Paul Michael Levesque – vielen wohl besser bekannt als Hunter Hearst Helmsley oder eben Triple H hat seit Beginn seiner Karriere als „Terra Ryzig“ bei WCW eine ziemlich beeindruckende, körperliche Wandlung vollzogen. Denn auch wenn er damals sicher keine Hühnerbrust hatte, hat er doch ziemlich an Muskelmasse zugelegt. Besonders Brust- und Rückenmuskulatur sind deutlich mehr ausgeformt, als zu seinen WCW-Zeiten. Wie er diese beiden Bereiche trainiert und wann und warum er überhaupt mit dem Krafttraining angefangen hat, hat Triple H nun verraten.

Das Triple H Interview


Wann hast du mit dem Training angefangen?
Triple H: „Als ich 14 war, war ich etwas über 6 Fuß (größer als 1,80m) groß und wog dabei 150 Pfund (etwa 68 kg). Ich war schrecklich dünn und wollte nur eins: massiger werden. Ich war damals schon ein großer Wrestlingfan und Bodybuilder haben mich extrem beeindruckt. So wollte ich auch sein! Also ging ich ins Fitness-Studio – und bin dabei geblieben. Ich mag das Krafttraining. Den gesamten Prozess. Mich selbst an die Grenzen bringen und dabei dann den Fortschritt erkennen. Je mehr du trainierst, desto größer sind die Effekte, die du beobachten kannst. Auch die Disziplin, die dazu gehört, kommt mir sehr entgegen."

Wie streng hältst du deinen Ernährungsplan ein?
Triple H: "Ich esse relativ clean. Viel Eiweiß und nur moderat viel Kohlenhydrate und Fett. Ich liebe Steaks, Hühnchen, Truthahn, Fisch und Eier (nur Eiklar). Als Kohlenhydrate esse ich hauptsächlich Reis, Kartoffeln, Gemüse und manchmal auch Nudeln. Außerdem nehme ich verschiedene Nahrungsergänzungsmittel zu mir. Zum Beispiel Eiweißpulver oder – riegel und Fischölkapseln. Wenn ich viel zu tun habe, komme ich nicht immer dazu, regelmäßig zu essen und dann ist ein Proteinshake meine erste Wahl.  Ich versuche, alles 2,5 – 3 Stunden etwas zu essen."

Wie sieht es mit dem Wrestling aus? Was willst du da noch erreichen?
Triple H: "Ich finde diese Frage immer wieder lustig. Denn sie wird immer wieder gestellt. Dabei ist es eher so, dass ich es liebe, meinen Charakter zu spielen. Es ist grandios, wenn man vor 50.000 Zuschauern steht und in der Lage ist, ihre Emotionen zu kontrollieren. Man kann sie dazu bringen, einen zu hassen oder jemanden zu lieben – das gibt den ultimativen Adrenalin-Kick! Das allein ist es wert. Schaut euch jemanden wie Rick Flair an – er ist seit Ewigkeiten im Geschäft… was bleibt da noch zu erreichen? Was soll man in so einer Situation schon noch beweisen, was man nicht längst bewiesen hat? Ich liebe das Business einfach und ich liebe es, im Ring zu stehen oder hinter den Kulissen mitzuwirken. Es geht nicht darum, etwas zu erreichen, was ich noch nicht erreicht habe – es geht einfach darum, den Fortlauf der Dinge zu genießen!"

Wie sieht deine Trainingswoche üblicherweise aus?
Triple H: "Ich trainiere an vier bis fünf Tagen jeweils eine Muskelgruppe. Wenn es die Zeit nicht zulässt, auch schon mal zwei an einem Tag in einer Art Zirkeltraining. Ich trainiere immer am Limit – oft bis zum Muskelversagen. Dafür sind meine Workouts selten lang. Meine Muskeln brauchen Zeit zur Regeneration, wenn sie so hart beansprucht wurden. Meist reichen mir 30 bis 40 Minuten. Dabei mache ich 2 – 4 Übungen pro Muskelgruppe."

Schaffst du es immer, deinen eigenen Trainingsplan einzuhalten? Schließlich bist du viel unterwegs…
Triple H: "Das stimmt schon – das macht es nicht einfacher. Aber ich finde eigentlich immer Zeit fürs Training. Wenn ich Leute höre, die zu Hause sind und nur einem normalen Job nachgehen, die sagen: „Ich habe keine Zeit fürs Training“, dann kann ich nur erwidern: DOCH! Du hast ZEIT. Du nimmst sie dir nur nicht. Ich habe auch schon in einer Gradhütte in Afrika trainiert und Betonklötze als Gewichte benutzt. Man braucht kein supertolles, schickes Multimillionen-Dollar-Gym, um zu trainieren…"

Was tust du, um mal auszuspannen.
Triple H: "Wenn man so selten zu Hause ist, wie ich es bin, tut man nur eins, wenn man es ist: Man bleibt da! Einfach nur zu Hause faul abhängen… Abends dann in Schale schmeißen und mit Steph etwas essen gehen. Dann wieder nach Hause und einen Film schauen… Ansonsten ist Training für mich tatsächlich Entspannung…"


Nun gut – wenn Training Entspannung ist, kommen wir mal zum Wellness-Part…


Der Triple H Trainingsplan

Das Triple H Workout findet üblicherweise an 5 Tagen in der Woche statt – zwei aufeinanderfolgende Tage ist dann Trainingspause, bevor es wieder von vorn losgeht.
Und „von vorn“ bedeutet: Brust und Rücken!

{slide=Tag 1: Brust}

  • Schrägbankdrücken (4 Sätze, 10,8,7,4 Wiederholungen)
  • Flachbankdrücken mit der Kurzhantel (2 Sätze, 8,6 Wiederholungen)
  • Butterflies mit der Kurzhantel (2 Sätze, 8 – 10, 6 – 7 Wiederholungen)
  • „Bankdrücken“ an der Hammer Strengh-Maschine (1 Satz bis zum Muskelversagen)
  • Cardiotraining: 30 – 45 Minuten auf dem Laufband (geringe Intensität). Entweder morgens als erstes und direkt nach dem Krafttraining.

{slide=Tag 2: Rücken}

  • Klimmzüge / Pull-ups (2 Sätze, 10 Wiederholungen mit dem eigenen Körpergewicht, 6 – 7 Wiederholungen mit Zusatzgewichten)
  • Vorgebeugtes Rudern an der Smith-Machine (3 Sätze, 10, 8, 6 Wiederholungen)
  • Einarmiges Rudern mit der Kurzhantel (2 Sätze, 10, 6 Wiederholungen je Seite)
  • Hyperextensions (Rückenstrecker) (2 Sätze, 12 Wiederholungen mit dem eigenen Körpergewicht, 8 – 10 Wiederholungen mit Gewichten)
  • Cardiotraining: 30 – 45 Minuten auf dem Laufband (geringe Intensität). Entweder morgens als erstes und direkt nach dem Krafttraining.

{slide=Tag 3: Schultern}

  • Cardiotraining: 30 – 45 Minuten auf dem Laufband (geringe Intensität). Entweder morgens als erstes und direkt nach dem Krafttraining.
  • Krafttraining – Schulter: Keine weiteren Angaben

{slide=Tag 4: Beine}

  • Cardiotraining: 30 – 45 Minuten auf dem Laufband (geringe Intensität). Entweder morgens als erstes und direkt nach dem Krafttraining.
  • Krafttraining – Beine: Keine weiteren Angaben

{slide=Tag 5: Arme}

  • Cardiotraining: 30 – 45 Minuten auf dem Laufband (geringe Intensität). Entweder morgens als erstes und direkt nach dem Krafttraining.
  • Krafttraining – Arme: Keine weiteren Angaben

{slide=Tag 6 & 7: Trainingspause / Regeneration}

  • Nothing at all

{/slides}

Was augenscheinlich fehlt, ist das Bauchmuskeltraining, das Triple H aber in verschiedene andere Übungen einarbeitet. Auffällig sind die relativ kleinen Satzzahlen mit relativ wenig Wiederholungen, die den guten Hunter trotzdem ans Muskelversagen pushen sollen. Hierfür sind sehr hohe Gewichte nötig. Auf keinen Fall also ein Training, das man als Anfänger oder allein machen sollte.

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Quelle: Muscle&Fitness//American Media Inc.

Letzte Änderung am Dienstag, 30 Juli 2013 09:11

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