Freitag, 24 März 2017 06:00

Wo Zitronen blühen und kampiert wird

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Tja, wie sang und rappte der gute Will Smith dereinst so unbeschwert: „Party in the City where the heat is on…“ - der dann folgenden Zeile „I’m going to Miami“ folgte er dann auch folgerichtig. Und das nicht nur, weil er zweimal den Leinwand-Cop vor der Filmkulisse der karibischen Metropole mimen durfte. Naja… in unserem Fall etwas abgewandelt, denn es geht eher ein paar Meter weiter nach Orlando: die Disney-, TNA- und Weltraum-Stadt des Sonnenscheinstaates in Schlagdistanz zur Heimat von Crockett und Tubbs.

Auch World Wrestling Entertainment scheint dem Ruf folgen zu wollen - denn was vor neun Jahren gut funktionierte sollte auch dieses Jahr wieder entsprechend laufen. Und so wird es dann am 2. April anlässlich "WrestleMania XXXIII" erneut heißen: „Welcome to Orlando!“ … oder besser: „Welcome to the Camping World Stadium!“ Denn so heißt die Spielstätte seit gut einem Jahr und löste damit den eigentlich zu Florida besser passenden Namen „Citrus Bowl“ zugunsten eines renommierten Wohnmobil-Herstellers ab. Aber wie man das Kind auch nennen mag: Die einstige Zitronenschüssel hat, obwohl kein Mainstream-Verein des US-Sports aktuell groß dort zugegen ist, schon einige sporthistorische Ereignisse erleben dürfen.

Citrus Bowl: Heimat der Rock-Größen

Und die Bekanntesten haben mit dem beliebten runden Leder zu tun, das die Amis nur als „Soccer“ bezeichnen. Anno 1994 fanden hier zur Fußball-Weltmeisterschaft vier Vorrunden-Begegnungen sowie das Achtelfinale Niederlande - Irland statt. Und da das anscheinend so gut funktionierte, lagerten die IOC-Verantwortlichen zwei Jahre später gleich noch ein paar Gruppenspiele des Olympischen Fußball-Turniers von Atlanta nach Florida aus. Da ist es nur mehr als passend, dass der vermutlich größte Kickerverein der Stadt, nämlich Orlando City SC, hier seine Heimspiele austrägt. Zumindest… bis der Club in diesem Jahr in seine eigene Sportstätte umzieht.

Doch einsam scheint es in dem Sportkomplex auch dann nicht zu werden, zumal neben Sport- auch Größen aus dem Musikbusiness gern und oft die Hütte voll machen. Und so gaben sich neben den Rolling Stones auch bereits Metallica, Pink Floyd sowie auch der unlängst verstorbene George Michael nicht nur die Ehre, sondern auch die Klinke in die Hand. Und auch… Adam Sandler. Zwar nicht gesangstechnisch, aber zumindest beruflich konnte er vor nahezu zwanzig Jahren den „Citrus Bowl“ als Kulisse für „Waterboy“ gewinnen.

WrestleMania XXIV in Orlando ein Meilenstein

Sie alle aber schafften eines nicht, was der WWE 2008 gelang: nämlich über die Kapazität von 61.348 Leutchen hinauszugehen und einen Zuschauerrekord aufzustellen. Mit offiziell 74.635 Fans war damals didi-mäßig „die Wanne richtig voll“, weshalb „WrestleMania XXIV“ sich in den Annalen der Campingwelt verewigen durfte. Das durften sich an diesem Abend dann auch einige andere: in negativer Hinsicht Chavo Guerrero für eines der wohl kürzesten Titelmatches so far, VIP-licherseits Floyd Mayweather, indem er Big Show die Lichter ausboxte, in goldener Weise der Undertaker mit dem von Edge gewonnenen Heavyweight-Titel… sowie schließlich legendär, als Shawn Michaels mit dem Nature Boy Ric Flair sensationell dessen letztes Match bestritt.

Bleibt nur die Frage: bald neuer Rekord? Zumindest liegt die Latte dafür recht hoch - und wurde zudem 2012 noch etwas emporgerückt, als im „großen Stadion-Bruder“ Sun Life Stadium (inzwischen in Hard Rock Stadium umgetauft) zu Miami 78.363 wrestlingbegeisterte Zuseher sich das „Once in an Lifetime“ zwischen John Cena und The Rock bei WresleMania XXVIII gaben. Möglich wäre eine neue Bestmarke auf alle Fälle, denn seit damals wurde das Stadion nochmals umgebaut und renoviert, so dass mit Sicherheit eine neue Zahl entstehen dürfte. Wo diese aber liegen wird, werden wir demnächst erfahren - denn das liegt in den Händen der Stamford-Company.

In diesem Sinne: Visit Florida!

Gelesen 823 mal Letzte Änderung am Samstag, 09 September 2017 20:33
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