Dienstag, 28 März 2017 08:00

Brock Lesnar vs. Goldberg: das erste "First Sweat"-Match

geschrieben von Niklas Schier
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Mein Gott, was freue ich mich auf WrestleMania! Nee, wat schööön. Endlich mal steht wieder jemand im Main Event, der es wirklich verdient hat, der über Jahre hinweg nicht nennenswert in Erscheinung getreten ist und bei dem man sich immer gefragt hat, ob er wohl noch einmal zurückkommt und jemanden bestialisch in Sekundenschnelle und ohne jegliche Mühe zerfleischt. Genau, die Rede ist von Brock Lesnar! Jemand, dessen Nahrung ausschließlich aus rohem Fleisch und Steroiden besteht, kann für einen WrestleMania-Main-Event sicher nicht verkehrt sein.

Nee, doch, ernsthaft – was Brock Lesnar alles schon rausgehauen hat, spottet jeder Beschreibung. Seine Shooting Star Press gegen Kurt Angle bei WrestleMania 19 ist genauso legendär wie die Schneise der Verwüstung, die er ins WWE-Roster gefräst hat. Brock Lesnar hat mich im Laufe meines Daseins als Harry-Potter-Fan reich beschenkt: J. K. Rowling beschrieb Malfoys willfährigen Schergen Crabbe immer als „Gesicht wie eine Puddingschüssel“. Seitdem ich Brock Lesnar kenne, weiß ich, was sie meinte. Vielen Dank, Brock Lesnar. Als ich meine Frau um eine Beurteilung des Beast Incarnate bat, gab sie zurück „Hmm… Groß, hässlich, gruselig und mega-aggro.“ Aber was weiß die schon. Weiber. Haben die jemals Ahnung von Wrestling gehabt? Die Tatsache, dass dieser Text wahrscheinlich eh niemals von einer Frau gelesen wird, untermauert diese These.

Insbesondere Lesnars Oberkörpertätowierung lässt mich mein Facebook-Like für „Tattoofrei – es ist schön, keine Tattoos zu haben“ noch einmal gründlich überdenken. Ich meine, dieses vor Männlichkeit strotzende, lange Teil möchte man doch gerne einmal wirklich in die Hand nehmen und es von oben bis unten befühlen. Dieses Schwert braucht sicher keine Scheide, so männlich sieht es aus.

Kommen wir zu Lesnars Gegner, einem ehemaligen Football-Star, den eigentlich keiner sehen will, der eigentlich nie clean verliert, zahlreiche Karrieren zerstört und Wrestler der Lächerlichkeit preisgegeben hat. Auch, wenn ein Match gegen Roman Reigns hier eigentlich gar nicht mal so schlecht wäre, ist es nun der 50-jährige Tintling Bill Goldberg, gegen den Lesnar ranmuss. Kein Match seiner Karriere hat länger als 15 Minuten gedauert – und selbst das war schon eine Ausnahme. Hochkarätige Squash-Matches pflastern seinen Weg – wer erinnert sich nicht gerne inbrünstig an das Wegmatschen ganzer Divisionen, die Goldberg ganz nach oben brachten? Das ist ein System, das heute auch noch wunderbar für die Top-Faces funktioniert – siehe Braun Strowman bei Fastlane.

Mit Spannung erwarten wir einen sekundenlangen Kampf zweier alternder Teilzeit-Stars. Das „First Blood“-Match ist ja seit PG ein wenig aus der Mode gekommen; wie wäre es an dieser Stelle also im Hinblick auf Goldbergs besondere Kondition mit einem „First Sweat“-Match – derjenige, der zuerst schwitzt, verliert?

Freut euch auf den Main Event von WrestleMania 33 – die spannendsten zwölf Sekunden einer fünfstündigen Show.

Gelesen 1164 mal Letzte Änderung am Samstag, 09 September 2017 19:40

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