Simon Weimer

Simon Weimer

Nachdem uns Mutter Natur vor RAW bewahrte, stahlte man SmackDown heute Live aus, als Main Event erwartete uns das Casket Match zwischen Daniel Bryan und Kane.

Roman Reigns vs. Big Show
Sieger via Pinfall: Roman Reigns

Jey Uso (w/Jimmy Uso & Naomi) vs. Tyson Kidd (w/Cesaro & Natalya)
Sieger via Pinfall: Tyson Kidd

Goldust & Stardust vs. The Ascension
Sieger via Pinfall: The Ascension

Casket Match
Kane vs. Daniel Bryan
Sieger via Stipulation: Daniel Bryan

Triple H eröffnete die Show und vergleich die Kontroverse beim Royal Rumble mit der aktuellen Kontroverse bei der NFL. Er witzelte ein wenig, dass man bei WWE kein Problem mit den eigenen Bällen habe und kündigte für RAW eine große Ankündigung an, die das WWE Universe in seinen Grundfesten erschüttern werde. Roman Reigns unterbrach ihn und fragte, von welcher Kontroverse er da rede. Er habe den Rumble fair gewonnen. Triple H gibt ihm recht und fragt ihn, ob er auch das nächste Match gegen Big Show gewinnen kann. Reigns und Zuschauer bleiben ratlos zurück.

Seth Rollins sprach eine Open Challenge aus, die nach und nach von den drei von der Authority gefeuerten Workern beantwortet wurde. Den Brawl konnte niemand wirklich für sich entscheiden, J&J Security brachten Rollins sicher aus der Halle.

The Ascension gewann, nachdem Stardust sich eigenmächtig einwechselte, obwohl Goldust alles im Griff hatte. Rhodes der Ältere wenig begeistert.

Rusev kam heraus und meinte, er hätte den Rumble gewinnen müssen. Er sei der einzige unbesiegte Wrestler bei WWE, er verdiene das Match gegen Brock Lesnar. Stattdessen bekomme er nur Cena vorgesetzt: Ein Mann ohne Titel, ohne Hunger, ohne Antrieb. Johnboy ließ nicht lange auf sich warten und antwortete schlicht, dass Rusev Respekt lernen müsse und dass er ihn bei Fast Lane schlagen werde.

Backstage gab es eine Auseinandersetzung zwischen Paige und den Bellas.

 

Diese Woche ging es weiter mit dem No.1 Contender Turnier für den NXT Championship, außerdem verteidigten die Lucha Dragons ihre Titel und Sami Zayn und Kevin Owens unterzeichneten den Vertrag für ihr Match bei Takeover.

Tag Team Championship
Lucha Dragons (c) vs. Buddy Murphy & Wesley Blake
Sieger via Pinfall und neue Champs: Buddy Murphy & Wesley Blake

No.1 Contender Turnier - Viertelfinale
Adrian Neville vs. Tyson Kidd
Sieger via Pinfall: Adrian Neville

Charlotte & Bayley vs. Sasha Banks & Becky Lynch
No Contest

No.1 Contender Turnier - Viertelfinale
Bull Dempsey vs. Baron Corbin
Sieger via Pinfall: Braon Corbin

Charlotte warnte Bayley vor ihrem gemeinsamen Match. Sollte sie sie noch einmal angreifen, werde sie sie auseinander nehmen. Das Match endete in einem riesigen Brawl, bei dem Bayley zuerst Charlotte angriff und anschließend in ihre Schranken gewiesen wurde.

Emma gab ihr Comeback für nächste Woche bekannt.

Zum Ende der Show folgte die Vertragsunterzeichnung. Als sie die beiden anstarrten machte Regal klar, dass er keine Handgreiflichkeiten dulde, ansonsten werde er das Match absagen. Zayn unterzeichnete zügig, Owens zögerte. Der Champ forderte eine Erklärung für seine Taten, wurde jedoch vom Herausforderer ignoriert.

Der wandte sich Regal zu und forderte, dass das Match ein Titelmatch wird, sonst trete er nicht an. Seine Attacken gegen Sami Zayn seien nicht persönlicher Natur gewesen. Er sei nur für den Titel hier, denn das bedeute ein besseres Leben und mehr Geld für ihn, seine Frau und seine beiden Kinder. Zayn überredete Regal, das ganze in ein Titelmatch umzuändern. Nachdem beide unterzeichnet hatten, warf Owens dem Champ provozierend den Stift an den Kopf. Zayn wollte auf ihn losgehen, wurde jedoch von Regal zurück gehalten.

wXw-Geschäftsführer Tassilo Jung meinte in unserer Interview-Reihe, momentan sei eine gute Zeit für Wrestling in Deutschland, vielleicht sogar für den nächsten Wrestling-Boom. Dem wollen wir hier natürlich nicht im Wege stehen und wir haben ein bisschen in der Mottenkiste gegraben.

Anno 1989 war ein 400 Pfund-Koloss aus den Staaten in Deutschland zu Besuch: Vader, damals noch als Bull Power unterwegs, verteidigte seinen CWA Championship gegen Otto Wanz, dessen Name tatsächlich erst vor kurzem im WWE TV beim Royal Rumble von JBL erwähnt wurde (manche Kommentatoren machen doch ihre Hausaufgaben).

Wer auf modernes Wrestling steht, kann sich das hier wohl sparen. Ich glaube, ich habe ganze 5 echte Moves gezählt. Dem kläglichen Rest, der entweder einen Oldschool-Fight zwischen zwei toughen Kerlen genießen kann oder einfach nur geschichtsversessen ist, wünsche ich viel Spaß:

So langsam wird es zum Riutal – der (inzwischen nicht nur) virtuelle Shitstorm nach dem Royal Rumble. Dana hat mit ihrem Standpunkt bereits ein Gegengewicht zur gängigen Fanmeinung gestellt und jetzt stellt sich die Frage:

Sind wir wirklich so blöd? Sind wir wirklich wie der Hund, der immer wieder gegen die Glasscheibe rennt, anstatt außenrum zu gehen und sich die Wurst zu holen? Sind wir wirklich der Hamster im Hamsterrad, der einfach nicht weiter kommt?

Meine Antworten lauten: Ja, nein & nein. Ich glaube in der Tat, dass 90% der „smarten“ Fans in ihrem Hass versinken und dass wir es hier mit der nächsten Evolutionsstufe des Marks zu tun haben. Auf der anderen Seite: Wir haben letztes Jahr unsere Wurst bekommen – Ziegenwurst sozusagen. Und ich denke durchaus, dass wir weiterkommen. Wenn man den Royal Rumble als False Finish ansieht.

Seit einigen Tagen geistert das Gerücht durchs Netz, dass Heyman & Lesnar bald splitten sollen – mit Lesnar als Babyface (wer ganz genau hinschaut, wird auch erkennen, dass er gestern die beiden meistgehassten Heels bei WWE besiegt hat ;). Da bräuchte es natürlich einen Heel als Gegenspieler.

Zwischen dem Rumble von letztem und von diesem Jahr sehe ich einen großen Unterschied: Letztes Jahr war es Kalkül, Bryan nicht am Rumble teilnehmen zu lassen. Ich bin überzeugt, zu dem Zeitpunkt stand schon lange die Entscheidung, ihn ins Titelmatch zu stecken.

Gestern wusste man, was passiert und man hat versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Man hat alles mögliche aufgefahren, damit Reings so wenig wie möglich ausgebuht wird: Rocky, Authority als Gegner, die großen Babyfaces still und leise eliminiert – man wollte kein großes Trara.

Das diente womöglich einem größeren Zweck, einem zukünftigen Heelturn nicht den Impact zu nehmen. Hätte man gestern schon etwas angedeutet, hätten sich alle wieder beschwert, wie unglaublich ausrechenbar WWE doch ist.

WWE hat auf mich im letzten Jahr zum ersten Mal den Eindruck gemacht, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren – sie haben die Fans gereizt, nur um ihnen am Ende zu geben, was sie wollen und sie noch mehr zu melken. Warum sollten sie das jetzt wieder ändern? Was wollen wir denn? Viele trauern immer noch der Streak hinterher und wollen, dass sie nicht vergebens an irgendeinen Teilzeitler geopfert wurde.

Wir wollen diesen Überpush, den der Lesnar-Entthroner bekommt an ein frisches Gesicht gehen sehen, an dem man sich in irgendeiner Weise wieder aufhängen kann, Cena ist ja irgendwie durch. Bisher war klar, dass das der Cena-Nachfolger als großes Babyface wird. Was aber, wenn der Push einfach an den nächsten Topheel geht? Brock ist dann ohnehin weg, da braucht es einen Neuen.

Seien wir mal ehrlich: Ja, Reigns sieht gut aus, bringt die Ladies zum Quietschen, aber für das große Babyface ist er zu "kantig". Er eignet sich nicht wie Cena als menschliche Litfaßsäule. Er würde nicht das Merch verkaufen (was ja ein nicht unerheblicher Faktor ist, um das Gesicht bei WWE zu sein), wie bspw. Ziggler.

Ich verstehe den Ärger, zumal der Rumble an sich verdammt lahm gebookt war, aber wie gesagt – momentan sehe ich das noch als Teil des Plans. Ich hoffe, ich behalte recht...

Heute Abend ist es soweit, die Road to WrestleMania startet. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Aber seien wir ehrlich: Bei so einer vorhersehbaren Veranstaltung wie dem Rumble sollten wir das ganze vielleicht doch lieber mit Wasser spielen. Sonst könnte das ein böses Ende nehmen.

Die ganz Harten dürfen jedes Mal das Glas ansetzen, wenn:
- Roman Reigns jemanden eliminiert
- die Kommentatoren betonen, dass es heute Abend um die Chance geht, bei WrestleMania im Main Event zu stehen
- Michael Cole Worker wie Big Show oder Mark Henry als die größten Favoriten anpreist, weil sie sooo schwer zu eliminieren sind
- Randy Orton überraschend die Halle betritt (da werdet ihr den Alkohol brauchen)
- die Philadelphia Crowd die Show übernimmt und alles gnadenlos aus der Halle buht, was ihr nicht passt
- Roman Reigns beim Entrance wieder jeden Uterus in der Halle zum Glühen bringt.
- Die Kommentatoren das aktuelle Match ignorieren, um den Main Event zu hypen

… und sollte John Cena das Titelmatch gewinnen, habt ihr meine Erlaubnis, gleich die Flasche anzusetzen.

Heute Abend beginnt mit dem Royal Rumble die Road to WrestleMania. Alles frisch geteert, oder sieht die Redaktion schon die ersten Schlaglöcher?

 

Tag Team Championship
The Usos © vs. The Miz & Damien Mizdow

Simon Weimer: Road to WrestleMania, ick hör dir trapsen. Nur ich welche Richtung, weiß ich noch nicht so recht. Einerseits kann mir schlecht vorstellen, dass man genau dieses Match in seiner gefühlten fünften Auflage nochmal bei WM bringt. Andererseits könnte man auch einfach ein Multi-Tag-Match bringen. Oder aber man arbeitet hier schon Split von Miz und seinem Stuntdouble. In jedem Falle dürften die Usos Champs bleiben und die vier Herren uns einen unterhaltsamen Opener bieten. Ich sage, die Usos verteidigen, jedoch ohne endgültigen Split der Herausforderer.
Vorfreude: ***

Great_One: Ich denke auch, dass die Champions Champions bleiben. Miz und Mizdow werden dann aber wohl erneut einen Shot bekommen. Bei Fast Lane in einem Multi Tag Team Match. Würde ich zumindest so gut finden. Dort könnte man dann auch den endgültigen Split vollziehen. Match dürfte ganz ordentlich werden und bietet sich gut als Opener an.
Vorfreude: **

Maik Hanke: Hat man diese Ansetzung nicht schon x-mal gesehen? Ich hab die jedenfalls langsam über. Mit beiden Teams kann ich derzeit nicht wirklich viel anfangen. Die Usos treten schon länger auf der Stelle und The Miz ist mit seinem Hollywood-Gimmick sowieso unerträglich. Einzig Mizdow sorgt für kleine Highlights. Vielleicht leitet man ja so langsam den Split von Miz und Mizdow ein… Usos werden jedenfalls die Titel verteidigen.
Vorfreude: *1/2

Jon Cross: Als alter Verfechter Damien Sandows sowie inzwischen Überzeugter der Leistungen der anderen Drei gehe ich insgesamt von einem überdurchschnittlichen Midcard-Fight aus. Das Interessante daran wird auch in meinem Fall weniger die Qualität, sondern eher der Ausgang werden. Gehe ebenfalls von einer Titelverteidigung des Usos aus – genauso wie von einem angeteasten Split von Star und Schatten. Ob dies nun zu einem WM-Match führt oder einer Fehde danach sei dahingestellt. Allemal besser als beide als Edeljobber zu verheizen.
Vorfreude: ***1/4

Ralf Stommel: Irgendwie fühlt es sich so unspannend an. Wenn der Split von Miz & Mizdow dann endlich kommt, dann denkt man nur: "Na endlich". Tut er es nicht, fragt man sich auch nur wann endlich und der Titel ist im Grunde nur Beiwerk. Die Usos hatten schon im letzten Run eine interessantere SL gebraucht, aber jetzt macht man immer wieder das gleiche und ich denke mir nur: "Ahja und wann wird es wieder interessant?" Titelverteidigung, weil Miz es verbockt und Sandow die Schuld gibt, und somit leichte Einleitung des Splits.
Vorfreude: **

 

Bella Twins vs. Paige & Natalya

Simon Weimer: Was soll man zu so einer Paarung sagen? Paige wird nun auch in die hirnrissigen Total-Divas-Ansetzungen mit einbezogen, weil sie wohl eine Lesben-SL in der Damensoap hat, soweit ich das mitbekommen habe. Mit Paige als alleinige Gallionsfigur, sollte AJ nicht wiederkommen, steht die Divas Division schon wieder auf dem absteigenden Ast. Paige & Nattie haben vermutlich das bessere Ende für sich.
Vorfreude: *1/2

Great_One: Warum sich die Bellas jetzt wieder zu gut verstehen weiß man immer noch nicht, oder?? Naja egal... Um das Titelgeschehen interessant zu gestalten, sollten hier Paige und Natalya gewinnen. Sind nicht nur die besseren Wrestlerinnen, sondern könnten dadurch auch einen Anspruch auf einen Titelshot haben.
Auch interessant würde ich finden, wenn nach dem Match Tamina ihre Rückkehr feiert. Direkt darauf folgt die wieder genesene AJ Lee und man hätte ein interessantes Titelpicture, bei dem die Bellas zusammenhalten, Paige und Natalya und AJ hat Tamina die ihr den Rücken stärkt.
Vorfreude: **

Maik Hanke: Wie Simon schon sagte: Was bitte soll man zu diesem Match schreiben? Die Storys der Damen-Titelmatches sind meist lahm, hier haben wir jetzt sogar nur ein einfaches Tag-Team-Match auf der Card, bei dem nicht einmal der Titel auf dem Spiel steht. Könnte dafür sprechen, dass die Championesse verlieren soll, ohne den Titel abgeben zu müssen. Und sonst? Freut mich für Natalya, dass sie mal wieder einen PPV-Spot kriegt. Aber mal eine Frage: Wer sind hier eigentlich die Heels und wer die Faces? Dachte, die wäre alle Heels…
Vorfreude: *

Jon Cross: Äh …. ja. Was soll ich davon halten? Total Divas interessiert mich die Bohne – genauso verhält es sich mit der Schwestern-SL. Fing ja ganz nett an, verlief dann im Sande und scheint nun von Stamford aus dem kreativen Nebel des Vergessens geholt worden sein. Hätte man sie besser da gelassen, denn auf ein büschen Lesben-Action für Quote und PG kann ich gerne verzichten.
Vorfreude: *

Ralf Stommel: Ich greife eine Frage der Kollegen mal auf: Was soll man dazu bitte schreiben? Meine Antwort: Nix, da es total an mir vorbei geht, danke der nächste bitte.
Vorfreude: 0

 

The Ascension vs. The New Age Outlaws

Simon Weimer: Mein Güte, da haben sie diesmal auch jegliche Starpower in Rumble und Titelmatch verbraten. Was sind das für dröge Ansetzungen! Die Outlaws hatten ihren Moment bei RAW Reunion und bringen nun die Newcomer over.
Vorfreude: 0

Great_One: Würde mich gar nicht so wundern, wenn hier die Ascension verliert, weil weitere Legenden entscheidend eingreifen. Dann kann man die beiden aber am besten gleich begraben. Idealerweise gewinnt The Ascension recht schnell und bekommt in einem Multi Tag Team Match bei Fast Lane ihren ersten Shot auf die Titel.
Vorfreude: * (geht hauptsächlich an die Outlaws wegen dem Entrance und Road Dogg am Mikrophon)

Maik Hanke: Da kommen The Ascension endlich ins Main Roster und schon nach wenigen Wochen werden sie ohne jede Gegenwehr von ein paar Altstars geplättet. Bravo, WWE. Ich hoffe, beim PPV wird man diesen Unsinn wiedergutmachen, und man erhält wenigstens ihre Siegesserie aufrecht. Alles andere würde doch keinen Sinn ergeben. Wozu zieht man The Ascension sonst überhaupt hoch und bewirbt sie auch noch groß? So blöd kann WWE eigentlich nicht sein. Ich sage, The Ascension gewinnt.
Vorfreude: *1/2

Jon Cross: Legenden-Kanonenfutter für die Neuen. Was anderes dürften die Golden Oldies nicht sein, wenn sie mal wieder vor die Kamera dürfen. Für Stimmung und Feeling sind Dogg und Gunn immer gut – das dürfte aber auch das einzig Positive in diesem prognostischen Squash werden, um die (noch) farblosen Ex-NXTler auf Goldniveau zu bringen (wohl spätestens zu Mania).
Vorfreude: 1/2*

Ralf Stommel: Ascension muss einfach gewinnen, sonst sind sie weg vom Fenster, bevor sie im Main Roster angekommen sind. Aber ich erwarte echt nix davon, bewegt sich da fast auf dem Diven-Erwartungsniveau von vorhin.
Vorfreude: 1/2*

 

Triple Threat Match
WWE World Heavyweight Championship
Brock Lesnar © vs. John Cena vs. Seth Rollins

Simon Weimer: Vor einigen Tagen hatte ich mal ganz kurz einen Tagtraum: Rollins hält sich größtenteils aus dem Match raus, lässt die beiden sich fertig machen, lässt auch einen den Pin durchziehen, nur um am Ende einzucashen. Das ganze würde allerdings nur als kurzfristiger Überraschungsmoment durchgehen, denn dass Lesnar den Titel bis WM wieder zurück gewinnen würde, wäre so sicher, wie das Amen in der Kirche. Von daher habe ich dann doch lieber einen Champion, der bis Mania "really, really strong" aussieht und dann dem nächsten Top-Babyface mit einem Job den ultimativen Push verpasst. Lesnar verteidigt.
Vorfreude: ***1/2

Great_One: Was ich auf gar keinen Fall sehen will: Ein Sieg von John Cena. Vorallem nicht, wenn direkt danach Rollins erfolgreich eincasht. Mit Brock Lesnar kann ich leben. Er geht dann als langzeit Heel Champion zu Wrestlemania und wird von einem neuen Face entthront. Oder Rollins casht danach erfolgreich ein, weil die Authority gegen Lesnar turnt. Dann wäre neben Triple H gegen Sting auch Triple H gegen Brock Lesnar möglich für Wrestlemania. Oder ein Tag Team Match bei dem Lesnar und Sting ein Team bilden. Mal schauen. Rollins dürfte das Match aber sicherlich bereichern und er könnte hier schon einige Highlights bieten.
Vorfreude: ***

Maik Hanke: Wow, ist hier etwa tatsächlich Spannung drin? Fragste drei Leute, kriegste drei verschiedene Antworten, wer den PPV als Champion verlässt. Ich setze auf Brock Lesnar. Alles andere macht für mich keinen Sinn. Wozu baut man ihn als Monster-Teilzeit-Champ auf, wenn man ihn dann noch vor WrestleMania wieder entthront? Das wäre verschenkt. Für John Cena würde ich auch keinen passenden Gegner für ein WrestleMania-Titelmatch sehen. Bloß: Wann hat Cena denn jemals eine Fehde verloren? Rollins jedenfalls wurde in den vergangenen zwei-drei Wochen ziemlich stark dargestellt. Für WrestleMania gäbe es mit Roman Reigns, Randy Orton und gerne auch Daniel Bryan gleich mehrere potentielle Gegner. Aber ist das dann das Titelmatch? Casht Rollins vielleicht den Money-in-the-Bank-Koffer jetzt schon ein? Ich hoffe nicht. WrestleMania wäre wohl ein besserer Zeitpunkt – und Rollins wäre der Erste, der dort eincasht. Wie auch immer: Lesnar muss das Ding meiner Meinung gewinnen und als Champion zu WrestleMania fahren. Punkt. Aus. Ende.
Vorfreude: ***2/3

Jon Cross: Im Grunde … tangiert mich das Titlepic aktuell peripher. Zu lange war die Next Big Diva verschwunden, zu oft wollte man uns das vergessen machen und zu oft tummelten sich nun Cena und Rollins an der Spitze, als dass sie mit zusätzlichem Gürtelträger noch was Interessantes aus dem Angle hervorholen. Klar wird Brock verteidigen, was aber mit den beiden anderen wird – weiß der Deiwel. Aber vielleicht ist gerade diese Spannung vor der Gran‘ Daddy of them all das gewisse Etwas, um dem Angle neue Facetten abzugewinnen. Ansonsten … mit Sicherheit ein gutes Match und – ich lege mich fest – OHNE Cash In.
Vorfreude: ***

Ralf Stommel: Also im Grunde ist das mit Abstand das #2 Match auf der Interessensskala. Mag sein, dass Cena lange keine Fehde mehr verloren hat, aber WWE nutzt ja hier den Ausweg, das über einen Threeway zu kaschieren. Was natürlich bedeutet, dass Rollins den Pin nehmen müsste. Wäre absolut bescheiden, denn Rollins ist ein guter Heel, er trägt derzeit die Show, was Brock einfach nicht tut, da er einfach nicht da ist. Auf der anderen Seite musste Cena in letzter Zeit schon einige Pins hinnehmen und es wäre ein guter Zeitpunkt, das nicht aufzugeben, denn gegen zwei ist es ja keine Schande. Hinzu kommt, dass Eingriffe ja ohne Probleme erlaubt sind, also könnte man da auch was draus machen, wäre halt Overbooking ohne Gnade, aber das hat WWE noch nie abgehalten. Anders als viele meiner Kollegen würde ich Lesnar nicht nachtrauern. Er hat von WWE viel zu viel in den Popo geschoben bekommen im letzten Jahr. Viel zu viel, was er nicht zurück zahlt. Die Streak, den Titel und das alles für 7,5 Auftritte? Mag ja sein, dass man Reigns vs Lesnar bringt, um das neue Babyface over zu bringen, aber irgendwie ist mir persönlich das zu wenig. Es bleibt aber im Grunde interessant, vor allem da ein Teilnehmer für später noch einen Koffer hat.
Vorfreude: ***1/2

 

Royal Rumble Match

Simon Weimer: War es schon jemals so sicher, dass kein Heel den Rumble gewinnen wird? Nicht ein einziger Kandidat ist dabei. Der einzig brauchbare Heel neben dem Champ wäre Rollins und der ist sowohl im Titelmatch als auch Mr. Money in the Bank. Auf der Face-Seite hätten wir einige Geisteskranke (mich eingeschlossen), die von Dean Ambrose oder Dolph Ziggler träumen, manche meinen Daniel Bryan bekommt erneut das Vertrauen und dann gibt es natürlich den großen Favoriten Reigns. Ambrose räume ich keinerlei Chance ein, Bryan sehe ich dieses Jahr auch nicht vorne, dafür war sein Comeback zu kurzfristig und der Job gegen Wyatt letzte Woche ließ ihn auch nicht unbedingt gut aussehen. Reigns ist vor allem nach dem Segment mit dem Legends-Panel (aka Popsfänger) den Fans schon ziemlich als Sieger in den Hals gedrückt worden. Ich bin gespannt, wie Philly auf ihn reagiert. Sollte er Bryan oder Ziggler eliminieren, wird das nix mit den Jubelstürmen. Bei letzterem, naja... es wäre eine großartige Story sollte er tatsächlich... aber nein, ich bleibe doch bei Reigns als Sieger.
Vorfreude: ****

Great_One: Sollte Reigns gewinnen und die Halle ihn nur ausbuhen, dann könnte die WWE aber reagieren und aus Reigns einen ziemlich coolen Heel oder Tweener machen, der sich nicht mehr um die Meinung der anderen kümmert. Als Face ist Reigns aktuell schon ziemlich langweilig. Das war vor seiner Verletzungspause besser, finde ich. Aktuell wären mir daher Daniel Bryan oder Dolph Ziggler als Sieger am liebsten. Und das gäbe auch gute Matches. Je nachdem wer dann Champion ist: Seth Rollins (c) gegen Dolph Ziggler hätte eine lange Story, da die beiden auch bei der Survivor Series die letzten beiden waren. Seth Rollins (c) vs. Daniel Bryan wäre erneut Bryan gegen jemanden von der Authority. Beides wären auch sicherlich gute Matches. Aber auch Brock Lesnar (c) vs Daniel Bryan oder Dolph Ziggler reizt mich vom Match an sich viel mehr, als wenn da Roman Reigns als Herausforderer stehen würde. Für den Fall, dass John Cena doch als Champion zu Wrestlemania fährt - und damit muss man immer rechnen bei der WWE - kommt für mich nur Daniel Bryan als Herausforderer in Frage. Dann können die beiden ihr gutes Summerslam Match wiederholen. Als mögliche Gewinner des Royal Rumble Matches stehen für mich daher Roman Reigns und Daniel Bryan ganz oben auf der Liste. Dolph Ziggler hat für mich noch kleine Außenseiterchancen.
Vorfreude: ****

Maik Hanke: Eine durchaus spannende Sache. Es gibt eine Handvoll Favoriten. Roman Reigns ist auch on-air klarer Favorit (vielleicht zu klar?). Daniel Bryan könnte es auch machen – er wäre mein persönlicher Wunsch-Sieger. Dolph Ziggler wurde in den vergangenen Monaten auch ganz gut aufgebaut und wäre – gerade nach der Entlassungs-Story – sicherlich ein guter Geheimtipp (aber würde WWE das durchziehen?). Und ich muss noch einen Namen in die Runde werfen, der seit Monaten nicht aufgetreten ist, ohne den WrestleMania aber nicht laufen wird: Randy Orton. Auf ihn als Sieger hätte ich zwar überhaupt keine Lust, aber er hatte noch keine Fehde gegen Lesnar, und eine Fehde gegen Rollins wurde schon mehr als angedeutet. Er könnte also gegen einen von beiden im Titelmatch bei WrestleMania stehen. Wobei die Fehde gegen Rollins den Titel jetzt nicht bräuchte, finde ich. Vielleicht steht ja auch Orton gegen Lesnar bei WM im Titelmatch und Rollins casht danach seinen MitB-Koffer ein? Rollins könnte aber auch sehr gut gegen seinen alten Shield-Kumpanen Reigns eincashen, sollte der bei WM den Titel gewinnen. Auf Reigns als Rumble-Sieger habe ich zwar auch nicht so ganz viel Lust, könnte damit aber wahrscheinlich noch leben, weil ich erkenne, dass man Reigns nicht viel länger unten halten kann. Wie auch immer: Ich würde gerne Bryan bei WrestleMania gegen Lesnar im WrestleMania-Main-Event sehen. Das würde gut passen: Während Lesnar bei WM 30 die Streak brach, gewann Bryan die Titel, und Lesnar ist gewissermaßen nur Champ, weil Bryan in die Verletzungspause musste; außerdem versprach Bryan für ein Match gegen Lesnar das realistischste Match, das es je in den USA gegeben hat – klingt vielversprechend. Ich sehe einen Sieg von Reigns oder Orton aber als wahrscheinlicher an.
Vorfreude: ****

Jon Cross: Na mal sehen, wer gewinnt … und ich meine nicht den letztendlichen Survivor. Nach dem letztjährigen Fiasko wird es sich die WWE zweimal überlegen, ob sie ihre Planspiele rücksichtslos durchzieht oder doch wie weiland Luther dem Volke auf’s Maul schaut. In letzterem Fall würde Daniel Bryan den direkten Vergleich mit Stamford auf 2:0 ausbauen. Und wenn‘s nach mir geht kann es auch gerne so kommen. Das verspricht eine gute Begegnung mit reichlich Feuer. Weiß nicht, ob andere ähnliche Reaktionen ziehen. Ziggler wäre eine ähnliche Vertrauensbeweis-Überraschung wie damals Sheamus … allerdings sind dessen Skills deutlich besser parallel zu den eher geringen Siegchancen. Leider. Reigns ist ebenfalls ein heißes Eisen im Feuer – doch angesichts der Yes!-Omnipotenz dürfte er wohl den Batista-Weg gehen, was ich ihm ehrlich gesagt nicht wünsche. Gleichzeitig will ich ihn aber auch nicht als Sieger sehen, da er sein Grün hinter den Ohren noch nicht verloren hat. Orton wäre auch nicht schlecht – ist aber eine Wundertüte, da er lange gefehlt hat.  Hoffe, das Publikum hat ihn nicht vergessen. Summa Summarum wünsche ich mir D-Bry und hoffe auf ihn … in sicheren Gewissen, dass der diesjährige Rumble angesichts des Teilnehmerfeldes klasse wird. Die Spannungskurve ist nämlich so hoch wie lange nicht mehr.
Vorfreude: ****

Ralf Stommel: Ich freu mich drauf! Viele mögliche Kandidaten, Ziggler wird bestimmt am längsten durchhalten dürfen oder sowas. Man wird sich versuchen für ein paar der Top-Draws was nettes zu überlegen. Die anderen Jungs haben im Grunde schon alle Planspiele durchgeführt und ich würde auf Bryan hoffen, weil er aus jedem der Gegner einfach einen würdigen Main Event bei WrestleMania zaubern kann. Er ist quasi der Joker. Allerdings war er letztes Jahr schon der absolute Triumphator und WWE will ja sicher keine "Langeweile". Ich warte mal ab und genieße einfach. So lange nicht dumme Fehden daraus entstehen, die wir schon hatten, soll es mir recht sein. Wyatt soll wohl der einzige ernsthafte Heel sein, daher wohl auch seine Siege, aber davon halte ich nix mehr.
Vorfreude: ****

 

Allgemein

Simon Weimer: Ja, ich weiß, die Midcard verkauft keinen Event und der Main Event ist ja auch gut aufgebaut. Aber der Rest ist einfach wieder so ohne jedes Herz. Man hat sich sogar so sehr auf den ME konzentriert, dass der Rumble fast schon in Vergessenheit geraten ist. Naja, schlimmer als der Sieger letztes Jahr kann es immerhin nicht werden. Als Smark findet man eben immer was zu meckern. Letzten Endes freue ich mich auf den Event, auf den Main Event, auf das smarte Publikum, auf Überraschungsentries und einen hoffentlich zumindest passablen Rumblesieger.
Vorfreude: ***

Great_One: Der Royal Rumble PPV verkauft sich eh immer durch das Royal Rumble Match. Dieses sollte daher auch dringend im Main Event der Show stehen. Aber auch das WWE World Heavyweight Championship Match lässt sich - aus meiner Sicht gerade durch das Hinzufügen von Seth Rollins - sicherlich gut anschauen. Bin daher mal gespannt, was die WWE uns da präsentieren will. Vince McMahon hat ja getwittert, dass aus seiner Sicht dieses Jahr das beste der WWE werden wird und das Ganze beim Rumble starten wird. So einfach kann man Spannung erzeugen, wobei die WWE auch bekannt dafür ist, dass sie mal eben doch wieder alle enttäuschen, weil man die selbe alte Schiene fährt wie eh und je.
Vorfreude: ***

Maik Hanke: Puh, die haben es dieses Mal aber mit Tag-Team-Matches, hm? Vier Stück, und insgesamt kein einziges One on One. Wann gab es denn sowas zuletzt? Jedenfalls interessiert mich keines dieser ganzen Filler-Matches. Aber ich steh auf das Royal Rumble Match als solches (und freue mich besonders, wenn es gleich mehrere Möglichkeiten für den Sieger gibt), und das WWE World Heavyweight Championship Match wird auch ganz spannend. Wobei der Rumble-Sieger sicherlich etwas besser erkennbar wird, wenn feststeht, wer nach dem Titelmatch Champion ist. Leider gibt es aber viele Möglichkeiten, die ich nicht gerne sehen will, und es ist ein Leichtes, ein in meinen Augen langweiliges WM-Titelmatch zu bringen. Daher sind bei aller Rumble-Vorfreude auch einige Bedenken dabei. Ich bin übrigens sehr auf die Zuschauer-Reaktionen gespannt. Was passiert, wenn Daniel Bryan ausscheidet? Was, wenn Reigns oder Orton gewinnen? Würden die Zuschauer einen von ihnen annehmen – oder gibt es ein ähnliches Debakel wie vergangenes Jahr mit Batista als Sieger?
Vorfreude: ***

Jon Cross: Der Royal Rumble scheint IMO ein guter PPV zu werden. Das ist denke ich auch bitter nötig nach einigen „kopflosen“ Events und viel Ruckzuck-Booking. Die WWE hat, denke ich, trotz der Umstände viel richtig gemacht – trotzdem fehlt der übliche Vorfreude-Glamour einer „Road to …“. Hab das Gefühl, dass man das nun holterdiepolter auf den Weg bringen will, denn … im Grunde ist nur das Celebrity-Match in trockenen Tüchern. Zumindest aber entschädigen die Ansetzungen qualitativ für den ungewohnten Leerlauf, weshalb ich dem PPV entgegenfiebere wie seit Monaten nicht.
Vorfreude: ***1/2

Ralf Stommel: Bei diesem PPV ist es eigentlich undankbarste Aufgabe, wenn man nicht im Rumble Match steht. Daher kann ich den Rest auch gerne ignorieren und das Titelmatch zieht für mich auch recht gut. Einen PPV wegen zwei Matches gut finden? Das geht nur beim Rumble und so ist es diesmal auch bei mir.
Vorfreude: ***1/2

General Manager William Regal verkündete heute das nächste Takeover Special für den 11. Februar. Außerdem startete ein No.1 Contender Turnier, um einen neuen Herausforderer für Sami Zayn zu finden.

No.1 Contender Turnier - Viertelfinale
Curtis Axel vs. Finn Balor
Sieger via Pinfall: Finn Balor

Womens Championship
Charlotte (c) vs. Sasha Banks (w/Becky Lynch)
Sieger via DQ: Charlotte

The Vaudevillain vs. Wesley Blake & Buddy Murphy
Sieger via Pinfall: Wesley Blake & Buddy Muphy

No.1 Condtender Turnier - Viertelfinale
Hideo Itami vs. Tyler Breeze
Sieger via Pinfall: Hideo Itami

Zu Beginn kam Sami Zayn heraus und attackierte ohne jede Vorwarnung Tye Dillinger. Anschießend schnappte er sich ein Mic und forderte Kevin Owens auf, zum Ring zu kommen. Stattdessen erschien William Regal, der klar machte, dass er solch ein Verhalten nicht dulden könne. Zayn meinte, er werde nicht eher wieder antreten, als dass er ein Match gegen Owens bekommt. Daraufhin setzte der GM ein Non Title Match zwischen den beiden für Takeover fest.

Beim Match um den Womens Championship griff Becky Lynch ein. Charlotte wurde von den beiden Damen bearbeitet, bis ihr Bayley zur Hilfe kam - die dann ihrerseits eine Clothesline gegen den Champ auspackte. Die Gelegenheit nutzte Regal, um ein Fatal 4 Way um den Titel für Takeover festzulegen.

Nach ihrem Sieg sprachen Blake & Murphy eine Herausforderung an die Lucha Dragon aus, welche die auch annahmen - nächste Woche geht es um den Titel.

Die gesamte Riege der Babyfaces, die sich Hoffnungen auf einen Rumblesieg machen darf, musste diese Woche ihren Spot im Match noch einmal verteidigen.

Royal Rumble Qualification Match
Non Title Match
Wade Barrett vs. Dolph Ziggler
Sieger via Pinfall: Dolph Ziggler

Royal Rumble Qualification Match
Non Title Match
Rusev vs. Ryback
Sieger via Countout: Ryback

Brie Bella (w/Nikki Bella) vs. Naomi
Siegr via Pinfall: Brie Bella

Royal Rumble Qualification Match
Luke Harper vs. Erick Rowan
Sieger via Pinfall: Luke Harper

Royal Rumble Qualification Match
No DQ
Daniel Bryan vs. Kane
Sieger via Pinfall: Daniel Bryan

- Daniel Bryan eröffnete die Show und brachte die drei frische wiedereingestellten Ryback, Rowan & Ziggler mit. Die Authority kam heraus, Ziggy liefert sich ein Wortgefecht mit Rollins und die drei ehemals Gefeuerten wurden von Kane in Rumble-Qualifikationsmatches gesteckt.

- Die Usos machten Mizdow auf seine Chance beim Rumble aufmerksam, Miz zu eliminieren und selbst im Spotlight zu stehen.

- Im Main Event gab es selbstverständlich jede Menge Eingriffe von J&J Security. Bryan gewann trotzdem aus eigener Kraft. Am Ende gab es einen riesigen Brawl, an dessen Ende die Faces triumphierend im Ring standen.

… da lebte ein Prinz in einem kleinen Dorf, zusammen seinen beiden Nachbarn, einem Architekten und einem Waisenkind, das Dauergast in der dörflichen Nervenheilanstalt war. Die drei veranstalteten wöchentliche „Unser Dorf soll schöner werden“-Aktionen, die ein voller Erfolg waren. Doch so sehr sie ihr Dorf auch liebten: Sie wussten, eines Tages würde die Zeit kommen, das Dorf zu verlassen.

Der Prinz, als Erst geborener des Königs für seine Nachfolge bestimmt, konnte nicht mit ansehen, wie die Hauptstadt von der bösen Zahnfee in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Zahnfee lieferte sich gerade einen erbitterten Kampf mit einem edlen Ritter, der noch nie zuvor einen Tropfen Gerstensaft auf seinen Lippen spürte. Der Prinz eilte mit seinen beiden Nachbarn dem Ritter zur Hilfe und beförderte die Zahnfee durch einen Tavernentisch.

Doch es war zu spät. Die Zahnfee hatte den König bereits mit einem Fluch belegt und jener machte sie fortan zu seiner rechten Hand. Doch der Prinz und seine Weggefährten ruhten nicht und blieben in der Hauptstadt, denn sie wussten: Die Zahnfee hatte bereits viele Schlachten geschlagen und war alt und gebrechlich. Die Bürger beobachteten die Neuankömmlinge zunächst argwöhnisch, waren ihnen nicht wohl gesonnen.

Doch bald schon merkten sie, dass sie für Gerechtigkeit einstanden und nach einigen ruhmreichen Schlachten flogen ihnen die Sympathien zu. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, sollte doch bald den Architekten das grausige, grüne Monster namens „Neid“ befallen und er einen Hinterhalt gegen seine Weggefährten planen. Das Volk stand unter Schock, doch dem Prinzen schien das alles magische Kräfte zu verleihen. Nicht nur feierten ihn die Bürger mehr als je zuvor, nein. Nur beim bloßen Anblick, schon wenn der Thronfolger durch das Stadttor schritt, waren über die ganze Stadt verteilt Eisprünge bei der holden Weiblichkeit zu hören.

Doch der König stand immer noch unter dem bösen Einfluss der Zahnfee. Diese hatte sich gerade von ihrer Schlacht mit einem Pfadfinder in Soldatenuniform erholt, als sie beschloss, wieder Einfluss auf den König zu nehmen, um den Prinzen nun indirekt aus der Stadt zu mobben. So zwang der König den Prinzen dazu, seine Politik durchzusetzen, was ihn beim Volk immer unbeliebter machte.

Und die Moral von der Geschicht': Der Weimer holt sich erstmal 'nen Eimer und Vince: Solche Promos schreibt man nicht!

Daniel Bryan gab vor wenigen Tagen dem Miami Herald und alternativenation.net Interviews, in denen er über seine Rückkehr, mögliche Änderungen seines In-Ring-Stils und Persönlichkeitstests bei WWE sprach.

Wie genau lief dein Comeback ab und warst du damit zufrieden?

"Der Tag, an dem ich vor die Kameras getreten bin und mein Comeback verkündet habe, war derselbe Tag, an dem ich die Freigabe der WWE-Ärzte erhalten habe. Seit November fing ich wieder an, mich etwas besser zu fühlen, aber die vorangegangenen Monate waren hart. Wenn du nur zuhause sitzt und mit Physiotherapie beschäftigt bist, ohne ein Zeichen der Besserung, fällst du in ein mentales Loch, aus dem sich nur schwer wieder rauskommen lässt.

Ich war mit meinem Comeback sehr zufrieden. Wäre ich einfach während des Rumbles in die Halle marschiert... ich weiß nicht, ob das denselben Impact gehabt hätte. Sicher wäre es auch ein großartiger Moment gewesen, aber ich mag es, den Fans etwas zu geben, worauf sie sich freuen können. Ich bin froh darüber, wie es bisher läuft."

Wirst du deinen In-Ring-Stil ändern?

"Ja, werde ich. Allerdings hat das absolut nichts mit meiner Verletzung zu tun. Natürlich bin ich von den WWE-Offiziellen gebeten worden, auf meine Gesundheit zu achten, aber ich habe schon immer mein eigenes Ding gemacht. Wrestling ist ein sehr künstlerisch-kreativer Prozess. Er muss sich entwickeln. Ich habe in den letzten Monaten zu Hause gesessen und die Shows beobachtet: Wovon haben die Fans genug, woran fehlt es, was könnte man besser machen?

Mein Stil wird sich definitiv ändern. Wird es eine Entlastung für mein Genick? Keine Ahnung. Ich habe keine Angst, weiterhin den Suicide Dive oder meinen Dropkick auszupacken. Ob ich das körperlich durchhalte, lässt sich nur durch Trial & Error herausfinden. Du musst eben deinen Körper kennen. Wenn mir etwas nicht gut tut, werde ich es lassen."

Wie lange wirst du noch wrestlen?

"Sehr gute Frage. So lange mein Körper es durchhält. Ich mache das aus Spaß, habe es lange Zeit für sehr wenig Geld gemacht und verdiene seit ich bei WWE bin zum ersten Mal richtig gut. Es ist meine Leidenschaft, das ist, als würdest du einen Musiker fragen, wie lange er noch Musik machen will. Es ist ziemlich schwer, mit dem Gedanken umzugehen, dass du an einem bestimmten Punkt aufhören musst.

Ich hoffe, ich bin clever genug, diesen Punkt nicht zu verpassen oder zumindest jemanden wie meine Frau zu haben, die mich darauf aufmerksam macht. Ich werde auf keinen Fall weiter machen, bis ich meine Knie, Hüften oder sonst etwas ersetzen muss. Ich will anschließend noch einen gesunden Lebensstil führen können."

Was war deine Reaktion auf die Kommentare von Vince McMahon, dass kaum noch ein Talent sich den Arsch für den Top Spot aufreißt?

"Ich fand das lustig. Er meinte ja unter anderem, den Leuten fehlen die Ambitionen. WWE macht mit ihren größeren Stars diesen Persönlichkeitstest, in dem Dinge wie dein Streben nach Macht usw. bewertet werden. Da ist auch Ambition dabei und als ich diesen Test gemacht habe, meinte die Lady zu mir, wie es denn nur möglich sei, dass ich so erfolgreich bin. Ich war bei 1%, der niedrigste Wert, den sie je gesehen hatte.

Ich merkte dann an, dass sie da einen Fehler in ihrem ganzen Test haben: Der Test ist darauf ausgelegt, ob man nach Dingen strebt, die in der Gesellschaft als wichtig erachtet werden wie Geld etc. Darum geht es mir nicht. Meine Ambitionen liegen darin, der beste Wrestler zu sein, der ich sein kann. Ich denke, das ganze läuft einfach auf einen Generationenkonflikt hinaus: Unsere Generation strebt einfach nach anderen Dingen, als Seine.

Die alte Generation beharrt eben oft noch auf ihren Werten und meint: 'Ihr müsst dies und das wollen.' Während meine Generation sagt: 'Nein wir wollen etwas anderes und einiges von dem, was ihr wolltet, ist der Grund dafür, dass die Welt heute so schlecht aussieht. Wir müssen unser Wertesystem ändern.'

Auf der anderen Seite: Die Worker müssen auch den Mund aufmachen und sagen: 'Ich will nicht auf diese Weise präsentiert werden, sondern lieber auf jene Weise.' In der aktuellen Situation ist das aber nicht so einfach. Vince sprach die Attitude Era an und dass damals viel mehr den Mund aufbekommen hätten. Ohne die WCW wäre das aber auch anders gewesen. Viele sagten sich eben: 'Wenn ich nicht bekomme, was ich will, gehe ich zur WCW und mache dort genauso viel Geld.' Momentan existiert diese Alternative nicht und manchmal muss man eben den Mut haben zu sagen: 'Okay, wenn ich das nicht bekomme, dann gehe ich.' Auf der anderen Seite ist das mit einer Familie in Hintergrund alles andere als einfach.

Also ja, ich fand den Podcast sehr interessant und habe so einige Gedanken dazu."

CM Punk meinte kürzlich, du könntest auch im MMA eine große Karriere haben. Würde dich so etwas reizen?

"Ich mache in der Tat viel Kickboxing und Jiu-Jitsu. Allerdings nutze ich das mehr zum Rumalbern mit Freunden, als dass ich ernsthaft jemanden verletzen würde. Mir fehlt einfach die Ambition, in den Ring zu steigen und zu sagen: 'Dem Kerl werde ich jetzt das Bein brechen.' Das habe ich nicht in mir."

Was hältst du von der Arbeit, die Triple H bei NXT leistet? Hast du mit ihm schon einmal über seine Vision für das Business gesprochen?

"Nein, über seine Vision habe ich noch nicht mit ihm geredet, aber ich sollte mal. Ich glaube, wir haben da einige Gemeinsamkeiten in unserer Denkweise. Hunter ist intelligent, er kennt Wrestling und weiß, was funktioniert. Ich finde es großartig, was er mit NXT gemacht hat. Das letzte Special war awesome! Vielleicht das aktuell beste Wrestling-Produkt da draußen. Samit Zayn, Adrian Neville, Finn Balor, Hideo Itami, den ich diverse Male selbst gewrestlet habe – allesamt großartige Talente, die wirklich gute Geschichten erzählen."

Viele dachten vor deiner Verletzung, du würdest beim Summerslam gegen Brock Lesnar antreten. Kürzlich meintest du in einem Interview, du würdest gerne bei WrestleMania mit ihm im Ring stehen. Glaubst du, ihr könntet da einige Strong-Style-Elemente einfließen lassen?

"Absolut. Ich bin mir sicher, sollte ich gegen Lesnar antreten, wäre es das realistischste Pro Wrestling Match, das jemals in den Staaten stattgefunden hat. Ob Weltweit weiß ich nicht, denn da gibt es schon jede Menge cooles Zeug in Japan, aber ja: Es würde sich extrem von dem unterscheiden, was die Menschen in den USA gewohnt sind. Und ich denke, wir brauchen das. Wir brauchen wieder etwas, das sich nach Spektakel anfühlt."

Am 11. Februar ist es wieder soweit - die Talente von NXT zeigen dem Mainroster, wo der Frosch die Locken hat. Sami Zayn muss dabei seinen Titel gleich mal gegen seinen alten Weggefährten Kevin Steen Owens auf's Spiel setzen. Was sonst noch so ansteht?

No.1 Contender's Match
Finn Balor vs. Adrian Neville

Fatal 4 Way
Women's Championship

Charlotte (c) vs. Sasha Banks vs. Becky Lynch vs. Bayley

NXT Championship
Sami Zayn (c) vs. Kevin Owens

Diese Woche bekam Adrian Neville sein Rematch um den NXT Championship. Eröffnet wurde die Show von Finn Balor und Tyson Kidd. Funfact: Letzterer widmete seine heutige Ringkleidung seinen Katzen.

Finn Balor vs. Tyson Kidd
Sieger via Pinfall: Finn Balor

Bull Dempsey vs. Baron Corbin
Sieger via Pinfall: Baron Corbin

Charlotte & Natalya vs. Sasha Banks & Becky Lynch
Sieger via Pinfall: Sasha Banks & Becky Lynch

NXT Championship
Sami Zayn (c) vs. Adrian Neville
Sieger via Pinfall: Sami Zayn

Nach dem Main Event wurde Zayn erneut von Kevin Owens attackiert.

SmackDown stand diese Woche unter dem Druck, auf einem neuen Sendeplatz auf sich aufmerksam zu machen. Dem versuchte man, mit Daniel Bryans In-Ring-Comeback, der Verkündung eines Rumblespots und einem Titelmatch entgegen zu wirken.

Daniel Bryan vs. Kane
Sieger via DQ: Daniel Bryan

The Miz, Damien Mizdow & Alicia Fox vs. The Usos & Naomi
Sieger via Pinfall: The Miz, Damien Mizdow & Alicia Fox

Non Title Match
Nikki Bella (w/Brie) vs. Natalya (w/Paige)
Sieger via Submission: Natalya

Intercontinental Championship
Bad News Barrett © vs. Sin Cara
Sieger via Pinfall: Bad News Barrett

Daniel Bryan, Roman Reigns & Dean Ambrose vs. Seth Rollins, Kane & Big Show (w/The Authority)
Sieger via Pinfall: Daniel Bryan, Kane & Big Show

Eröffnet wurde die Show von Daniel Bryan, der einen Sieg gegen Kane versprach und dann auch gleich im Opener ran musste. Selbiger wurde dank Eingriff von J&J Security beendet und Bryan anschließend von weiteren Mitgliedern der Authority bedroht. Reigns & Ambrose kamen ihm zu Hilfe, so wurde der Main Event festgelegt.

Paul Heyman hielt eine Promo mit Mr. Money in the Bank und entging nur knapp einem Curbstomp.

Big Show wurde nach einer Promo von Kane als nächster Teilnehmer für das Rumblematch verkündet.

Nach dem Main Event verkündete Hunter, dass Kane nächste Woche ein Rematch bekomme. Sollte Bryan verlieren, wird er auch seinen Spot im Rumble verlieren.

NXT wartete diese Woche mit dem Comeback des neuen Champs Sami Zayn, dem Comeback von Tyler Breeze und dem Comeback von Tag Team Wrestling im Main Event auf. Aber keine Angst, William Regal ist nicht plötzlich bei Teddy Long in die Lehre gegangen: Es ging um die Tag Team Championships.

Hideo Itami vs. Curtis Axel
Sieger via Pinfall: Hideo Itami

Alexa Bliss vs. Sasha Banks (w/Becky Lynch)
Sieger via Pinfall: Sasha Banks

Tyler Breeze vs. Chad Gabel
Sieger via Pinfall: Tyler Breeze

Tag Team Championships
Lucha Dragons (c) vs. The Vaudevillains
Sieger via Pinfall: Lucha Dragons

Der Champ eröffnete die Show und genoss zunächst sichtlich das Bad in der Menge, sowie die "You deserve it!"-Chants. Anschließend sprach er für den Titel und dass er für ihn mehr bedeute, als nur der beste zu sein. Dies sei der Beweis, dass man immer seinen eigenen Weg nach oben finden könne, ohne sich zu verbiegen. Doch der Titel gehöre nicht nur ihm, sondern uns, den "Zayniacs".

Zayn sprach kurz noch Owens an ("you hurt me, but you didn't end me"), bevor er von Adrian Neville unterbrochen wurde. Nach gegenseitigen Respektsbekundungen bot Zayn Neville sein Rematch an. General Manager Regal kam kurz darauf auf die Rampe und machte das ganze für nächste Woche offiziell.

Byron Saxton wollte von Tyson Kidd erfahren, wie er sich auf sein Match gegen Finn Balor nächste Woche vorbereiten würde, doch der ließ lieber sein Frauchen Natalya für sich sprechen und erkundigte sich anschließend noch bei seiner Gattin, ob sie auch seine Katzen gefüttert habe.

... und weiter geht es. Heute mit AJ Styles und den beiden Main Events, die ordentlich Blätterauschen im virtuellen Kritikerwald verursacht haben. Was meint unsere Redaktion dazu?

Special Singles Match
Tetsuya Naito vs. AJ Styles

Tanaka: Mit Ishii gegen Makabe das beste Match bis zu diesem Zeitpunkt. Simpel starkes und hartes Match mit einfacher, aber sehr effektiver Story. Der Styles Clash ist in Japan aufgrund einige gebrochener Nacken ein sehr gefürchteter Move und Styles ist sich natürlich nicht zu schade diesem am Anfang gleich gegen Naito zu zeigen, was gleich eine größere Angst-Reaktion der Crowd hervorrief. Naito kann sich jedoch immer wieder gegen die Styles Clash Ansätze wehren, jedoch hat Styles nicht nur einen Finisher, also fängt er an Naitos Bein für seinen Calf Killer zu bearbeiten. Naito sellt das alles gut, indem er auch ein paar eigene Moves nicht komplett durchzieht oder sie verstolpert, wie seinen Running Dropkick. Während des ganzes Matches versucht sich Naito zurück zu kämpfen, jedoch gelingen immer nur kurze Stiche, bis Styles ihn wieder dominiert. Einige heftige Aktionen, wie Naito Dropkick außerhalb des Ringes oder seinen Backdrop mit dem er Styles aus dem Ring wirft, aber das Highlight bleibt hier das Finish, als sich Naito an einem Top Rope Hurracanrana versucht, Styles ihn aber festhält und den Styles Clash ansetzt. Naito versucht sich noch verzweifelt frei zu kämpfen, doch es kommt das Finish und Styles zeigt den Clash vom zweiten Seil für den Sieg. Krasses Finish, vor allem mit dem Hintergrund, dass letztes Jahr einige Wrestler und ihr Nacken dem Styles Clash zum Opfer fiel, ein großer Angst-Moment für die Zuschauer. Ein sehr guter und starker Sieg für Styles und ein starkes Match mit sehr guter Leistung beider Wrestler und mit krassem Finish. 

Papa Shango: Ich muss zugeben, hier habe ich mir noch etwas mehr erwartet, was aber wohl an den hohen Erwartungen gegenüber Styles liegt. Ich kann es nur immer wieder sagen: Der Mann ist mein absoluter Favorit in einem Wrestling-Ring! Das Match empfand ich als gut mit noch Luft nach oben. Das Finish war dann allerdings richtig geil und es freut mich riesig, dass AJ diesen relativ großen Sieg bei WK9 feiern darf und seine Revanche für seine Climax-Niederlage bekommt. Und das Beste daran ist ja eigentlich, dass er nun schon bald eine Chance auf den Titel von Tanahashi bekommt. Ich glaube zwar nicht an einen erneuten Titelgewinn, aber einen AJ Styles in einem großen Main Event finde ich immer geil.

Simon Weimer: Sieger des Awards: Amerikanischstes Match des Abends. Müsste ich einem Neueinsteiger, der sich bisher nur mit dem Mainstream beschäftigt hat ein Match von dieser Veranstaltung zeigen, um ihn zu überzeugen, würde ich das hier wählen. Viele gewohnte Elemente, mit einem indirekten No.1 Contender Spot stand so einiges auf dem Spiel, das ganze gewürzt mit zwei Wrestlern, die ein angenehmes Drama erzeugen können und alles mit einem krassen Finish veredeln. Was will man mehr?

IWGP Intercontinental Title Match
Shinsuke Nakamura (c) vs. Kota Ibushi

Tanaka: Die Erwartungen für dieses Match waren sehr hoch, denn die beiden trafen sich 2013 schon ein mal während des G1 Climax und lieferten dort für viele ein MOTY. Damals galt Kota Ibushi noch als Jr. Heavyweight, war also seinem Gegner körperlich, aber auch vom Standing her unterlegen, denn er war zwar der Star der Jr. Division, aber halt immer noch ein Jr. Das spiegelte sich auch ein wenig in ihrem damaligen Match weniger. Nakamura der Heavyweight Veteran, Ibushi der junge Jr. Heavyweight Star. Nakamura dominierte und führte das Match, während Ibushi am Anfang nur kurz und leicht Paroli bieten durfte. Doch mit jeder Minute wurde Ibushi verbissener und böser, rächte sich für manche Späßchen von Nakamura und war am Ende sogar kurz davor das
Match zu gewinnen, doch Nakamura wurde auch verbissener und böser und zahlte Ibushi alles doppelt zurück und gewann das Match. Ibushi verlor das Match, hat aber bewiesen, dass er in der Heavyweight Division definitiv eine Chance hat. Spulen wir vor und gehen in den Herbst von 2014. Ibushi war durch eine Gehirnerschütterung für einige Zeit außer Gefecht gesetzt und feierte sein Comeback, kam mit ein paar Kilos auf den Rippen mehr zurück und verkündete, dass er ab sofort in der Heavyweight Division antreten wird. Anfangs gab es für ihn nur Tag Team Matches, diese konnte er aber immer gewinnen und für sein Team den Pin erzielen, womit er mehr auf sich aufmerksam machen konnte und sich besser präsentieren konnte. Ibushi jedoch wollte noch mehr als das und so suchte er sich gleich einen großen Fisch. Nachdem Nakamura bei Power Struggle im Main Event seinen Titel verteidigen konnte, hielt er eine Promo in der er sagte, dass ihn für WK9 ein Gegner fehlt und NJPW ihm wohl keinen geben könnte, der verrückt genug sei, doch bevor er seine Promo zum Ende kommen konnte, stürmte Ibushi zum Ring, verpasste Nakamura einen German Suplex, ahmte sein „Yeaoh!“ nach und ließ verlauten, dass Nakamura nun seinen verrückten Gegner gefunden hätte. Nakamura kurz verwundert, stimmt diesem mit einem Lächeln zu und somit haben wir unseren ersten Main Event.

Etwas viel Gelaber zur Vorgeschichte, aber es gehört einfach dazu um das Match vielleicht noch etwas besser zu verstehen. Ibushi ist so „on Fire“ wie noch nie und will sich unbedingt in der Heavyweight Division beweisen. Welcher Gegner kann das besser sein, als der gegen den man damals schon Rieseneindrücke hinterließ. Das Match war dann am Ende einfach nur „out of this World“. Okada hat für den Main Event ein Sechs-Sterne-Match versprochen. Nakamura und Ibushi sind da frech und kommen einfach an und wrestlen ihr Sechs-Sterne-Match. Diese Intensität, die Charaktere, die Konter, das Charisma, das Drama und und und. Ibushi galt für mich noch vor ein paar Jahren ein blasser Bubi mit Kindergesicht und ein paar hübschen Spots. Hier ist er ein so unglaubliches großes und geiles Arschloch, der Nakamuras Gestiken und Mimik verarscht, seine Moves klaut, versucht Nakamura mit seinem eigenen Finisher besiegen und scheinbar keine Probleme damit hat Nakamuras Kopf abzutreten oder ihm mal gepflegt eine Faust in die Fresse haut. Ein für mich genialer Moment war es, als Nakamura am Ende Ibushi den Diving Boma Ye in den Rücken einfach aufsteht und einen Blick und ein Grinsen hat das förmlich sagt: „Fick dich Shinsuke!“. Nakamura will da natürlich nicht zurück stecken, verarscht ebenfalls Ibushi, zahlt ihm alles zurück, was Ibushi ihm angetan und ist ebenfalls einfach nur „out of this World“. Nebenbei noch ein cooler Entrance von Nakamura, der als „King of Strong Style“ natürlich mit Krone und Umhang zum Ring läuft, ein Springboard German Suplex, den man in der Form wohl noch nie gesehen hat und ein gutes Aftermath, als sich Nakamura und Ibushi Bro-Fist geben und Nakamura am Mic Ibushi noch als harten Contender und Wrestler overbringt. Nicht zu fassen, dass Nakamura und Ibushi Okada den sechs Sterne Spot klauen. Mal sehen, was er dagegen im Main Event macht.

Papa Shango: MOTY, MOTY, MOTY! Wow, einfach nur wow kann ich zu diesem Match sagen. Das war wirklich nicht von dieser Welt, was die beiden hier abgeliefert haben. Wenn ich nur schon daran denke, dann bekomme ich schon Gänsehaut. Das war definitiv mein Match des Abends, wenn nicht sogar das Match of the Year. Zumindest bisher kommt daran einfach mal gar nichts, nicht mal im Ansatz, daran. Dass Nakamura eine coole Sau ist, war ja auch mir bekannt. Aber auch Ibushi stand dem Kerl... pardon, König (!)... in nichts nach. Wie Tanaka schon schrieb, wie die beiden sich nachahmten, sich kaputt machten, welche innovativen Moves sie gezeigt haben – es war unfassbar phänomenal. Ich liebe dieses Match einfach nur und würde wohl immer und immer wieder die vollen 5 Sterne geben. That was awesome!

Simon Weimer: Tja, was bleibt mir jetzt noch zu sagen? Vermutlich einfach nur, dass es erstaunlich ist, dass zwei mir völlig unbekannte Typen es innerhalb von 20 Minuten schaffen, mich komplett in ihren Bann zu ziehen. WWE schafft das nicht einmal mit Workern, deren Werdegang man jahrelang begleitet und zu denen man eine gewisse Bindung aufgebaut hat.Coole Sau – nichts trifft auf Nakamura mehr zu und niemand Japaner, von denen ich vorher niemanden kannte, hat sich mehr in mein Gedächtnis gebrannt, als er. Die beiden sind einfach raus und haben sich den Main Event genommen. Noch nie ist die Floskel „das Spotlight klauen“ so sehr zugetroffen wie hier. Ich schließe mich Pilipp an: Match of the Year 2015, das wird ziemlich unmöglich zu toppen sein.

IWGP Heavyweight Title Match
Hiroshi Tanahashi (c) vs. Kazuchika Okada
 
Tanaka: Hiroshi Tanahashi, der Top Star, das Babyface, „The Sun of New Japan“, welches dafür sorgte, dass die  Liga seit 2007 und dem NJPW Tiefpunkt mit dem MMA-Inoki-Nonsense wieder in neuem Glanz strahlt gegen Kazuchika Okada, dem Mann der 2012 die Puroresu-Welt geschockt hat, als er nach seiner TNA Exkursion Hiroshi Tanahashi in einem Match um den IWGP Heavyweight Titel besiegen und somit neuer Champion wurde. Niemand glaubte, dass er sich dort oben halten kann und dass NJPW einen Riesenfehler gemacht hat, doch begann mit diesem Tag „The Rise of the Rainmaker“. Er verlor den Titel nach drei Monaten wieder an Tanahashi, doch konnte er danach das G1 Climax 2012 für sich gewinnen und stand somit im WK7 Main Event gegen Tanahashi. Das lang erwartete Rematch, doch Okada verlor das Match und viele dachten, dass es das war für den Rainmaker. Tanahashi kann er nicht erreichen. Doch waren ihm die Meinungen herzlich egal und er gewann das New Japan Cup Tournament und bekam somit eine weitere Chance auf Tanahashis Titel. Und diesmal schaffte er es. Nach einem weiteren großen und fantastischen Match konnte er sich den Titel mithilfe seines Rainmakers, wie er es auch schon im ersten Match der beiden tat, zurückholen. Damit begann eine große und lange Regentschaft mit vielen starken Gegnern, starken Matches und starken Siegen für Okada. Ein Match war jedoch das wichtigste. Das scheinbar letzte Match gegen Tanahashi. Der sagte, falls er Okada diesmal nicht besiegen kann, wird er nicht mehr um den IWGP Heavyweight Titel antreten solange Okada diesen Titel hält. Es kam zum Match und Tanahashi fiel ein drittes Mal dem Finisher von Okada zum Opfer. Bis heute konnte auch nie jemand aus dem Rainmaker auskicken. Im Frühling des Jahres 2014 verlor Okada dann den Titel an den in NJPW debütierten AJ Styles. Nach mehren Niederlagen gegen Styles, bekam Okada endlich seine Revanche im G1 Climax, konnte Styles dort besiegen, ihm das G1 Finale vor der Nase wegschnappen und das Turnier gewinnen. Es lief alles darauf hin, dass Okada gegen Styles im WK9 Main Event antritt und seinen Titel zurück gewinnen kann, doch es kam anders als man denkt, denn vor Okada bekam Tanahashi nach genau einem Jahr endlich wieder ein Chance auf den Titel, denn Okada war ja nicht mehr Champion. Und Tanahashi konnte diese Chance nutzen und war mit einem Schlag wieder der Mann an der Spitze, „The Sun of NJPW is back, where it belongs“. Okada sah dies natürlich als Chance die „Sonne“ ein und für alle mal auszulöschen und es für immer „regnen“ zu lassen. Okada wirkte auf dem Weg zu WK9 aggressiver und arroganter als sonst, sah Tanahashi schon deutlich über seinem Zenit, ließ ihn das während der Shows spüren und kündigte nebenbei ein sechs Sterne Match an, weil er wusste, dass er so gut ist. Weil er wusste, dass er gewinnen wird. Weil er wusste das er den Rainmaker hat.

Damit kommen wir zum Match. Nach einem wie von NJPW sehr gut gemachten Promovideo, den guten Entrances, dem ersten Gegenüberstehen und den großen Split-Reaktionen beginnt das Match  leicht verhalten und ausgeglichen mit etwas Matwork, kleinen Stichelein und dem ersten Schlagabtausch. Danach sichert sich Okada immer mehr die Kontrolle, bearbeitet Nacken und Rücken und das Storytelling erinnert an die Wochen vor WK9. Okada unglaublich selbstsicher, fast schon arrogant, weil er dominiert und weiß, dass er gewinnen wird, während Tanahashi vor allem in einem weiteren Schlagabtausch wirklich so wirkt, als wäre er über seinem Zenit. Jeder versuchte Konter geht ins Leere, die Elbows wirken schwach und jucken Okada nicht und Okada Sieg scheint nur eine Frage von Minuten. Doch dann kommt der Wendepunkt in dem Match, als Tanahashi auf das zurückgreift, was ihm damals den Sieg gegen Okada im WK9 Main Event brachte: Seine Beinbearbeitung. Tanahashi geht auf die Beine von Okada los und kann sich so endlich Luft verschaffen. Nun wechselt sich die Geschichte und plötzlich ist Tanahashi wieder in seinem A-Game und Okada kann sich nicht wehren. Jeder verdammte Konter, jeder verdammte Versuch den Rainmaker durchzubringen wird von Tanahashi ausgekontert. Selbst seine beiden anderen Killer-Moves, der Dropkick und der Tombstone gelingen nicht. Für Dropkick findet sich kein Moment und der Tombstone wird ebenfalls immer ausgekontert. Nach einem Mörder-High-Fly-Flow folgen zwei weitere im Ring und das Ende scheint da, doch Okada schafft den Kick-Out bei 2,99. Tanahashi, welcher nun schon seit geraumer Zeit die Kontrolle hat, wird nun selber arroganter, ahmt Okadas Pose nach und will ihm die ultimative Schmach verpassen, indem er ihm mit seinem eigenen Finisher besiegt. Tanahashi setzt den Rainmaker an, doch Okada kontert und bringt selber den Rainmaker durch. Er pinnt Tanahashi sofort, doch dieser kickt auch bei 2,99 aus und Okada ist sichtlich geschockt, dass es jemand geschafft aus seinem Finisher auszukicken. Gegen Ende folgt noch mal eine Serie von Suplessen mit heftigen Nearfalls und Okada sieht seinem Ende entgegen. Sein Tombstone und sein Finisher werden andauernd ausgekontert, Tanahashi kickt aus seinem Finisher aus, seinem Submissions und seine Nackenbearbeitung laufen ins Leere und die Beinbearbeitung von Tanahashi macht ihm zu schaffen. Doch für einen kurzen Moment gibt es einen Hoffnungsschimmer, denn Okada kann seinen Bilderbuch-Dropkick durchbringen und hat nochmal eine Chance das Match zu gewinnen, Rainmaker-Ansatz, doch Tanahashi kontert ein weiteres Mal, geht mithilfe der Seile wieder auf die Beine los, lässt einen High Fly Flow auf den in den Seilen hängenden Okada folgen, geht nochmal mit einem Dragon Screw auf Okadas Bein, lässt zwei weitere High Fly Flows auf Okada folgen, da dieser durch die Schmerzen nicht mehr aufstehen oder sich überhaupt bewegen kann und gewinnt den Main Event. Ich war geschockt. Ich war davon ausgegangen, dass Okada auf jeden Fall gewinnt und neues Top Ace wird. Ich habe das Match auch in dem Moment nur als ein 5-Sterne-Match gesehen. Okada ist also sogar doppelt gescheitert, weil er verloren und kein 6-Sterne-Match abgeliefert hat. Doch passierte dann noch etwas, was das erste für mich wett macht und das Match für mich auf 6 Sterne gehoben hat.

Man kennt es doch bestimmt als Wrestling-Fan, wenn man ein Programm, ob nun WWE, TNA, Independent-Ligen oder sonst etwas verfolgt, dass man sich mit Wrestlern identifiziert und sich freut, wenn sie von der Promotion das Vertrauen bekommen, gepusht werden und vielleicht sogar einen Titel gewinnen. Man kennt es doch bestimmt auch, wenn so ein Wrestler dann im entscheidenden Moment verliert, einen Depush bekommt oder ähnliches. Heute ist es schon Gewohnheit, dann auf die Promotion, die Booker oder auch liebend gerne Cena sauer zu sein, rum zu meckern und zu sagen, dass es so und so besser wäre. Aber wann hat man denn in einem solchen Moment nicht auf die Promotion oder ähnliches gemeckert, sondern mit dem Wrestler der verloren mitgefühlt. Ich weiß, dass so etwas heute in der WWE oder auch woanders wahrscheinlich unmöglich ist, aber NJPW hat bei mir diesem Moment hervorgerufen. Als ich Okada gesehen habe, wie er in Tränen die Halle verließ, weil er das wichtigste Match in seiner Karriere verlor und den Titel bei der größten Show im Main Event nicht gewann, war ich nicht mehr geschockt oder wütend. Ich war traurig und irgendwie leer. Dieser Moment als Okada weinend zusammenbricht und die Fans ihn mit großen Respekt-Beifall und Okada-Chants aufmuntern wollen, hatte ich Gänsehaut und als Tanahashi ihn dann mit seiner Promo noch ärgerte, indem er sagte, dass er noch unglaublich weit vom IWGP Titel und vom Top Ace entfernt, wusste ich, dass Okadas Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt und das dies nur ein tragisches Kapitel in „The Rise of the Rainmaker“ ist.

Papa Shango: Unfassbar toll geschriebener Part von Tanaka! Besonders die letzten Zeilen haben mich das Aftermath noch etwas besser verstehen lassen bzw. sie schafften es, dass ich noch ein wenig mehr Mitgefühl für Okada entwickele. Nach dem krassen Co-Main-Event hatten es die beiden etwas schwer, mich so richtig begeistern zu können. Der etwas behäbige Beginn, der an sich ja wirklich gut und in einem Main Event vielleicht auch notwendig ist, hat mich in diesem Augenblick etwas gestört. Aber wie gesagt, im Nachhinein hätte man es besser nicht machen können. Der Heavy Rain war dann allerdings mein erstes Highlight in diesem Match. Kurz darauf dann das nächste, als Tanahashi mit vom Top Rope über die Absperrung hinweg auf seinen Gegner segelte. Es wurde immer schneller und bzw. das Match immer dramatischer und es packte mich immer und immer mehr. Spätestens nach diesem sensationell aussehenden Dropkick von Okada gegen den Champion war ich völlig drin, war unfassbar gespannt auf den Ausgang des Matches und hatte wie schon im Match davor, einfach nur Gänsehaut. Das ist wohl auch der Vorteil, wenn man wirklich ungespoilert schaut. Und das hat NJPW tatsächlich geschafft, im Gegensatz zu WWE, TNA, ROH oder welcher Liga auch immer. Ein wirklich toller und würdiger Main Event, der dieses Mega-Event perfekt abschloss. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Show in diesem Jahr groß überboten werden können.

Simon Weimer: Öha. Kennt man die Backstory, war man beim Main Event vermutlich noch emotionaler dabei. Auch hier kann ich nicht viel neues schreiben und eigentlich nur Phlipps Text kopieren. Mitgefühl zu erzeugen ist in der Tat eine Kunst für sich und bis zu diesem Augenblick hatte ich das nur einmal, bei Roode vs. Aries II. Aber wenn ich mir Tanakas Text so durchlese, denke ich es war ein guter Abend, um sich einen ersten Eindruck von Okada zu verschaffen um bei zukünftigen Events noch mehr mit ihm mitzufiebern. Von dem darf man wohl noch so einiges erwarten. Aber zunächst mal geht es Tanahashi vs. Styles, was ja auch nicht so verkehrt werden dürfte.

Fazit

Tanaka: Was kann man nun abschließend zur Show sagen? Ich fange mal mit dem Negativem an. Durch die GFW PPV Begrenzung von vier Stunden wirkte der PPV am Ende etwas stark durchgerusht, da NJPW und die Fans sonst eher fünf bis sechs Stunden gewohnt sind. Wrestler bekamen keine vollen Einzüge und wurden teilweise schon auf der Rampe von der Musik des nächsten überrumpelt, kaum bis gar keine Special Entrances, wenige Video Packages, keine Championship Themes vor den Titel-Matches, keine Ansagen im Ring für die wichtigen Matches, keine Intermission nach der Hälfte, wo man sich kurz mal vom ganzen ausruhen kann und alles sitzen lassen kann. Durch das ganze ging etwas das WK Feeling der letzten Jahre flöten und wirkte etwas trocken. Mit den ganzen fehlenden Sachen wäre der Einstieg für alle Neulinge wohl doch noch ein Stück einfacher gewesen und auch etwas beeindruckender. Dann die typische NJPW Undercard, die nicht jedermanns Sache ist, im Kontext aber zumindest ihren Zweck erfüllt, sowie der UWF Fight, der entweder einen total langweilt oder unterhält. Jim Ross und Matt Striker waren auch so ein zweischneidiges Schwert, da vor allem anfangs Jim Ross sehr eingerostet wirkte und mit dem Pacing der Show etwas zu kämpfen hatte, dann aber bei den beiden Main Events wieder zur alter Stärke fand. Striker war durchgehend solide, war aber etwas smarkig und lieferte einige Schitzer und musste sich bei einigen Wrestling Begriffen von Ross auf die Finger hauen lassen, bspw. „Swerve“. An Kritik war es das meiner Meinung nach, denn der Rest, also hauptsächlich das Wrestling und die Wrestler an sich, waren echt stark. Sehr guter Oponer, viele solide bis sehr gute und vor allem vom Stil her unterschiedliche Matches in der Mid- und Uppercard und zwei großartige Main Events, die beide jeweils aufgrund verschiedener Gründe für das Maximum geknackt haben. Keine fehlerlose Show, aber ein grandioser Einstieg ins Wrestling-Jahr 2015. Jede Promotion und auch selbst NJPW müssen sich dieses Jahr anstrengen diese Show oder die zwei Main Events noch zu überbieten. Ich wünsche allen da viel Glück und hoffentlich Erfolg, denn dann erwartet uns ein großartiges Wrestling-Jahr.

Papa Shango: Hier war einfach alles geboten und somit hielt die Show was sie versprach. Ich bin wirklich hellauf begeistert von WK9! Hier hat man alles gesehen, vom Tag Team Spotfest bis hin zu tollen Main Events, die die Halle nochmal so richtig abgerissen haben. Ich kann diese Show wirklich nur jedem Wrestling Fan empfehlen, denn diese 4 Stunden vergingen wie im Fluge und sie lohnen sich definitiv. Durch das tolle Zeit-Management stören die Filler Matches in der Undercard kein bisschen. Im Gegenteil, denn sie lassen einen nach dem tollen Opener etwas runterkommen, damit man gegen Ende hin die ganze Kraft für die genialen Main Events übrig hat. Dass die Show so gut wird, hätte ich mir nicht träumen lassen. Wirklich, einen besseren Einstieg für Neulinge kann man eigentlich gar nicht bieten!

Simon Weimer: Loved it! Auch die englischen Kommentatoren waren Anlass angemessen. Striker hat kompetent durch die Show geführt und auch Ross war nach anfänglichen Schwierigkeiten allerspätestens in den beiden Main Events mit Herz und Seele dabei. Zusammen mit den Youtube-Videos im Vorfeld gab es kaum einen besseren Weg, dem westlichen Fan das fernöstliche Wrestling näher zu bringen. Ich kann für meinen Teil sagen, dass ich demnächst wohl öfter mal reinschauen werde und dass alleine in diesem einen Event genau die Abwechslung geboten wurde, die einem bei WWE so vehement versagt wird.

Vor einer Woche fand der erste große japanische Wrestling-Event mit englischem Kommenar statt. Wie haben sich die Jungs im Ring gemacht, lohnt es sich auch für deutsche Fans einen Blick nach Fernost zu werfen? Hier die Reaktionen aus der Redaktion und von Forenuser Tanaka:

IWGP Junior Heavyweight Tag Team Title Four Way Match
reDRagon (Bobby Fish & Kyle O'Reilly) (c) vs. Time Splitters (Alex Shelley & KUSHIDA)
vs. Forever Hooligans (Alex Koslov & Rocky Romero) vs. Young Bucks (Matt Jackson & Nick Jackson)

Tanaka: Womit kann man einen PPV denn besser starten, als mit einem großen und verrückten Spot-Match zwischen vier talentierten und höchst motivierten Tag Teams. Hohes Tempo, viele Superkicks, viele Dives, viele Tag Team Moves und vieles mehr, was den Spot- und Tag Team Wrestling-Fan erfreut. Ich bin zwar persönlich kein wirklicher Freund solcher Matches und sehe diese immer etwas kritischer, aber hier habe ich kaum etwas zu beanstanden und habe es einfach genossen. Für reDragon muss das Match und der Abend auch besonders gewesen sein, denn nicht nur durften sie ihre Titel behalten, sie bekamen auch als Indy-Team die Chance vor gut 40.000 Zuschauern zu wrestlen und sich zu beweisen.  Schön für die beiden. Die Stimmung war dafür, dass die Jr. Division in NJPW ein kleines Sorgenkind ist und generell schwächere Reaktionen als alles andere bekommt, gut und viele Spots bekamen schönen Respekt-Beifall und viel Raunen von der Crowd. Wie am Anfang gesagt, für den Beginn der Show und für alle NJPW Neulinge durch GFW gab es keinen besseren Start.

Papa Shango: Auch ich war von dem Match begeistert! Vier tolle Teams, bei denen die Hooligans zwar einigen Abstand zu den anderen haben, aber trotzdem immer noch sehr unterhaltsam sind, gegeneinander – was will der schon oben angesprochene Spot- und Tag Team Wrestling-Fan (der ich definitiv bin) mehr? Tolle Action, die allerdings etwas abrupt endete. Zumindest hatte ich etwas das Gefühl, denn durch die wenigen Crowd-Reaktionen ging das Match nicht wirklich in die Finish-Phase über. Das wäre dann aber auch der kleinste und einzige Kritikpunkt an diesem Match. Und wie Tanaka schon sagte, es muss wohl ein unglaublicher Moment für reDRagon gewesen sein. Umso schöner, dass mein aktuelles Lieblings-Team auch noch gewonnen hat.

Simon Weimer: Jaaa, so kann man einen Pay Per View eröffnen. Nicht nur, dass es hier die von vielen Fans langersehnte Tag Team- bzw. Cruiserweight-Action gab: Auch im Hinblick auf den amerikanischen Markt natürlich clever, mit einem Match zu beginnen, in dem fast ausschließlich Gaijins antreten. Schnell, spottig und mit einem Kozlov, den man seit seiner Zeit aus der WWE einfach nicht wiedererkennt. Nicht zu vergessen: Double Team Moves! Es gibt tatsächlich noch Teams, die gemeinsame Moves verwenden! Besser kann man einen Abend kaum beginnen.

Special Six-Man Tag Team Match
Tenkoji (Hiroyoshi Tenzan & Satoshi Kojima) & Tomoaki Honma
vs. BULLET CLUB (Bad Luck Fale, Jeff Jarrett & Yujiro Takahashi)

Tanaka: Dieses Match gab es eigentlich nur aufgrund von drei Gründen. Der erste ist, dass jeder einen WK PPV Check bekommt, der zweite, dass Jarrett auf großer Bühne mal wieder eine Gitarre auf jemandes Kopf schlagen muss und der letzte Grund, damit Honma als ultimativer Underdog einen kleinen und schönen Feel-Good-Moment bekommt indem sein Kokeshi-Headbutt nach tausend fehlgeschlagenen Versuchen trifft und er schafft mal einen Gegner zu pinnen. Für diese Rolle war eigentlich WWEs ehemaliger Yoshitatsu gedacht, doch aufgrund einer Nackenverletzung musste Honma wieder einspringen und hat das wie letzte Jahr beim G1 Climax gewinnbringend für sich genutzt und einen schönen WK-Moment abgeliefert. Sonst halt kurz, knackig mit ziemlich viel Durcheinander und allen wichtigen Trademarks der Teilnehmer und einem großen Pop am Ende, als Honma den Sieg einfahren kann. Nicht mehr als ein Undercard-Filler, aber der Filler hat seinen Zweck erfüllt und das geht so in Ordnung.

Papa Shango: Ok,dadurch, dass ich relativ wenig Kenntnisse über das Wrestling in Japan habe und dadurch emotional nicht wirklich mit Honma oder einem der anderen verbunden bin, war das Match für mich nicht mehr als ein belangloser Lückenfüller, der nur dazu da war um alle auf die Card zu bekommen. Das klingt zwar erstmal ziemlich negativ, ist es aber gar nicht so sehr, denn das machen doch eigentlich alle Promotions. Ich fand es außerdem sehr schön, endlich mal wieder das bekannte Theme von Double J zu hören. Dass der Schlag mit der Gitarre vorbei geht und die Faces einen Sieg gegen den BC feiern, geht außerdem völlig in Ordnung. Also: hätte ich nicht gebraucht, war aber auch nicht weiter schlimm oder störend.

Simon Weimer: Hier hingegen war ich als Neuzuschauer wieder etwas verloren zwischen den ganzen neuen Namen. Aber da das wohl auch nur als kleiner Appetithappen für zwischendurch gedacht war, geht das allemal in Ordnung. Jarretts Bauch wird immer größer, dafür hält er sich mehr zurück, positive Nachricht für kommende GFW-Shows.

Special Eight-Man Tag Team Match
Toru Yano, Naomichi Marafuji & TMDK (Shane Haste & Mikey Nicholls)
vs. Suzuki-Gun (Takashi Iizuka, Shelton Benjamin, Lance Archer & Davey Boy Smith Jr.)

Tanaka:  Dieses Match hatte im Prinzip den gleichen Zweck wie das Match davor. Möglichst vielen Wrestlern einen PPV Check geben und nebenbei die NOAH Guys Marafuji und TMDK (wieder) ein wenig einzuführen und zu präsentieren. Ebenfalls kurz, knackig und ein ziemliches Durcheinander mit allen wichtigen Trademarks der Wrestler, wie Davey Boys Powerbomb, Archers Chokeslam, Benjamin eingesprungener Top-Rope-Suplex, Marafujis Superkicks usw.. Zweck erfüllt, weiter geht es.

Papa Shango: Auch dieses Match hätte ich nicht sehen müssen, habe ich eigentlich auch schon wieder vergessen, aber trotzdem hat es in der Undercard des PPVs nicht wirklich gestört. Es war eben einfach da. Dass ich Shelton Benjamin wieder mal gesehen habe, war trotzdem schön. Die Sieger gehen klar und davon bin ich auch ausgegangen, schließlich stand mit Marafuji ein Champion auf der Seite von Yano und TMDK.

Simon Weimer: Auch hier wieder eine Menge neue Namen, die man sich im Getümmel schlecht einprägen konnte, dafür aber mit Benjamin, der immer schön anzusehen ist und Lance... Archer? Ja genau, der Lance Hoyt, diese Nulpe von TNA. Genau wie Kozlov mit einer Komplettwandlung zu einem sehr soliden Worker. Das gesamte Match, joa auch wieder mehr oder weniger Undercard-Füllung.

UWFi Rules Match
Kazushi Sakuraba vs. Minoru Suzuki

Tanaka: Das Match war eines der kleinen Wackelkandidaten der Show. Es hätte richtig gut, aber auch langweiliger Mist werden können, da Sakuraba noch etwas wrestling-fremd ist und einen richtig guten Gegner braucht, damit auch er delivern und ein gutes Match liefern kann. Zum Glück aber hatte er hier Suzuki als Gegner, da dieser als einer der MMA Gründungsväter Sakurabas Stil locker mitgehen und ihn führen kann. Am Ende war das ganze dann einfach rundherum gelungen und hat echt Spaß gemacht. Suzuki, der sonst immer komplett schwarz gekleidet ist, kam mit seinem alten und komplett weißen Pancrase und MMA-Outfit zum Ring. Selbst sein Haar ist komplett weiß gefärbt und zusammen mit seiner fantastischen Einzugsmusik („i have to be a lonely warrior tonight“) kommt das echt geil und ziemlich god-like herüber. Das Match war dann eine Mischung aus anfänglichem Grappling und Submission-Wrestling bis beide anfangen sich zu Kicks und Slaps zu verpassen bis beide auf der Rampe landen und dort Sakuraba Suzukis Arm mit dem Kimura Lock verletzt nur dem Arm im Ring mit Kicks und Submissions weiter zu bearbeiten. Suzuki sellt die Schmerzen perfekt und fightet sich gut zurück und killt am Ende dann Sakuraba mit ein paar harten Slaps, einem Front-Kick und einem heftigen Rear-naked-Choke mit Überwurf. Nach dem Match gibt es dann trotz Suzukis Heel-Charakter eine Umarmung der beiden und die UWF Musik wird einspielt um das ganze perfekt abzurunden. Das ganze Match hätte man mit der Zeit die es hatte kaum besser umsetzen können. Für die Midcard sehr gut und ich war erstaunt, dass dieses Match so gut bei allen Neulingen ankam. Hatte Befürchtungen, dass dieses Match aufgrund des Stils und der Regeln der Downer für alle NJPW Neulinge wird, aber es wurde tatsächlich abgefeiert. Zeigt vielleicht auch nochmal wie gut dieses Match funktioniert hat.

Papa Shango: Tja, keine Ahnung ob ich wirklich noch ein richtiger Neuling bin, aber mich hat dieses Match einfach nur angeödet und ich würde es als ein Lowlight der Show bezeichnen. Liegt dann aber sicherlich an dem Stil, mit dem ich einfach nichts anfangen kann. Ich habe davon zwar noch nicht unbedingt viel gesehen, aber das hat mich richtig krass gelangweilt. Die Tritte von Sakuraba gegen Suzukis Arm empfand ich nicht als sonderlich hart und den Rear-naked-Choke habe ich dann eher als einfachen Sleeperhold wahrgenommen. Ich bin da ohne jeglichen Erwartungen rangegangen, weshalb ich nicht unbedingt von einer Enttäuschung sprechen würde. Es hat mir einfach gar nicht gefallen.

Simon Weimer: Nu geht es schon Richtung Midcard und das merkt man. JR muss sich hier zuhause gefühlt haben, das hatte schon Slobberknocker-Atmosphäre. Im Gegensatz zu Shango habe ich mich hier durchaus wohl gefühlt, auch als Neuling. Da würde ich eher die beiden Mulit Men Matches zuvor als Lowlights bezeichnen. Aber so schmerzhaft manche Schlagabtausche auch wirkten: Es war nur ein Vorgeschmack auf das kommende Match.

NEVER Openweight Title Match
Tomohiro Ishii (c) vs. Togi Makabe

Tanaka: Wer gedacht hat, dass das UWF Match hart war, wurde hier gleich mal eines besseren belehrt. Es dauert keine 3 Sekunden und die beiden bewarfen sich mit Elbows, Lariats, Shoulder Blocks usw. Für viele vielleicht kein schönes Wrestling, aber ein unglaublich hartes und intensives Strikefest, welches sogar durch Ishiis Schulterverletzung Storytelling und Match-Psychologie bot. Denn viele von Makabes Aktionen und sein King Kong Knee Drop am Ende waren auf Ishiis Schulter fixiert, welche Ishii auch gut gesellt hat, denn man hat ihm den Schmerz, ob nun echt oder „nur“ gesellt, angesehen. Ishii muss sowieso hier extra erwähnt werden, denn seit Monaten schleppt er sich mit Verletzungen herum und wrestlet trotzdem durchgehend stiff und ohne Rücksicht auf seinen Körper und liefert fast immer das Match das Abends. Ich würde ihm einfach mal eine Pause gönnen, damit er sich endlich erholen kann und es wäre ihm wohl auch niemand böse, wenn er das tun würde. Das hat er sich nach den letzten 2 starken Jahren einfach verdient. Aber nochmal zum Match. Für den Dome super Stimmung, zwei Wrestler der wirklich ihren ganzen Körper dafür geben ein starkes Match abzuliefern und eine Lariat am Ende, die so klang, als wäre Ishiis Kopf von seinem Körper abgebrochen. Für die Midcard ein sehr geiles Teil und ein super Abschluss für die erste Hälfte der Show.

Papa Shango: Ich muss zugeben, die ersten paar Minuten dachte ich, dass das ein weiteres Match wird, welches mir nicht zusagt, da es dort – wie schon von Tanaka gesagt – hauptsächlich Strikes, Elbows und Ähnliches gab. Als dann die ersten Powermoves ausgepackt wurden, hat es mich allerdings richtig gepackt. Dann fand ich sogar die Schlagsalven und alles was dazugehört richtig geil und ich bin richtig mitgegangen. Ach was sag ich: Es war dann sogar richtig geil! Das Ende kam überraschend und ich musste es mir nochmal anschauen um zu checken was nun gerade passiert ist. Hatte nämlich nicht gedacht, dass dieses Match nach einem „einfachen“ Kneedrop vorbei ist. Aber wie Tanaka schon sagte, die Aktion hatte Power und einen Sinn, Ishii wurde damit zerstört. Tolle Geschichte und wirklich starkes Match, welches mich meine anfängliche Skepsis nach wenigen Minuten verlieren lassen hat.

Simon Weimer: Ähm... hat den beiden jemand vor dem Match gesagt, es sei nicht sooo wichtig, ob man wieder lebend durch den Vorhang nach hinten kommt? Den Eindruck hat das ganze auf mich gemacht. Ich kann mich gerade nicht entsinnen, sowas brutales und intensives auf diese Art schonmal in einem Wrestlingring gesehen zu haben. In einem Main Event bevorzuge ich zwar andere Dinge, aber für so ein Highlight in der Midcard war das schon richtig geil. Kann man definitiv so einmal am Abend einbauen.

IWGP Junior Heavyweight Title Match
Ryusuke Taguchi (c) vs. Kenny Omega

Tanaka: Das interessanteste an diesem Match für mich war, wie sich Omega als BULLET CLUB Heel darstellt. Ende 2011/Anfang 2012 hatte er bei All Japan Pro Wrestling einen kurzen Heel-Run als Jr. Heavyweight Champion und hat dabei richtig gut abgeliefert und war ein super Heel. Als sein Vertrag mit NJPW im Herbst 2014 bekannt gegeben wurde, hatte ich insgeheim gehofft, dass er wieder als Heel auftritt, zwar nicht unbedingt im BC, weil der BC für mich nicht mehr auf dem Level seiner Gründung 2013 ist, aber ich habe Omega das Heel bekommen und war erst mal froh. Das Match war dann im Endeffekt gut, nicht sehr gut, dafür fehlten wie im Opener die größeren Reaktionen und Taguchi war vor allem im Gegensatz zum sehr aufgedrehten und charismatischen Omega sehr blass und mechanisch unterwegs. Trotzdem einige coole Konter und ein fantastischer Omega der hier auf eine Art, wie ein verrückter Pro-Wrestling-Anime-Comic-Star rüber kommt und sehr unorthodox wrestlet. Gutes Match für zwischendurch mit einem Omega als Highlight.

Papa Shango: Ich stehe einfach auf Junior bzw. Cruiserweight Wrestling! Und hier habe ich wieder mal gesehen wieso. Kenny Omega hat mich völlig in seinen Bann gezogen und aktuell könnte ich mir keinen besseren Champion vorstellen. Auch wenn es mir für Taguchi etwas leid tut, aber der konnte nicht mal im Ansatz mit Omega mithalten. Trotzdem fand ich auch den ganz gut und wie Tanaka (ich glaub zumindest er war es irgendwann im Forum) schon mal sagte, ein wenig macht er auf oder erinnert an Eddie Guerrero. Zumindest einige Bewegungen erinnerten mich an diese Legende. Könnte aber auch sein, dass Taguchis Outfit einen gehörigen Teil dazu beigetragen hat... Wie dem auch sei, das Match hat mir richtig gut gefallen und es war wieder mal schade, dass wie schon im Opener so gut wie keine Stimmung in der Halle aufkam.

Simon Weimer: Omega ist 'ne coole Sau. JRs Vergleich mit Brian Pillman fand ich nichtmal so verkehrt. Den Look hat definitiv was, unterhalten kann er auch. Das ist einer der wenigen an dem Abend, den ich mir auch gut in den großen Hallen in den Staaten vorstellen könnte (unter der Voraussetzung, dass dort Cruiserweight Matches stattfänden). Klasse Junoir Heavyweight Match von beiden, Sieger weiß auch zu gefallen. Taguchi hat keinesfalls einen miesen Eindruck hinterlassen, blieb aber aus meiner Sicht blass neben Omega.

IWGP World Tag Team Title Match
BULLET CLUB (Doc Gallows & Karl Anderson) (c) vs. Hirooki Goto & Katsuyori Shibata

Tanaka: Ich hatte hier einen Heidenspaß. Nonstop-Action, alle Moves haben Impact, sehen richtig gut aus und sind vom Timing her auf den Punkt genau. Alle vier sind super motiviert, besonders Gallows und Shibata sollten hier erwähnt werden. Shibata wirkt voller Energie und Feuer, teilweise echt fröhlich und „faceig“, was sehr untypisch für den eigentlich immer ernsten und ruhigen Arschtreter, aber auch eine sehr gute Abwechslung ist und Shibatas Persönlichkeit eine weitere Facette hinzufügt. Gallows als „Momentum-Killer“ ist hier echt super. Kaum kommen Goto und Shibata wieder zurück ins Match und die Crowd fängt an sich freuen, kommt Gallows angestampft und klatscht entweder einen der beiden oder einfach beide weg, was der Crowd ein großes Raunen und leichte Empörung entlockt. Sehr geil. Auch Anderson & Goto fügen sich super ein und haben gegen Ende eine kurze aber starke Konterphase. Sonst gibt es meiner Meinung nach noch ein richtig gutes Finish mit großem Pop der Crowd, sowie ein schönes Aftermath der beiden Highshool Freunde Goto & Shibata, welches mir ein kleines Lächeln entlockt hat. Durch die GFW-PPV-Zeit-Begrenzung von vier Stunden vielleicht etwas kurz und gerusht für den ein oder anderen, aber die vier haben das beste daraus gemacht, was starkes abgeliefert und von ihren bisher drei Matches war es das beste.

Papa Shango: Damit ich den einzigen Kritikpunkt gleich mal zu Beginn bringe: Die fehlende Zeit hat mich gestört! Das Match wiederum war wirklich so klasse, dass ich davon noch 20 Minuten mehr hätte vertragen können. Die Double Team Moves und das Tempo im Match, wo jeder seinen Moment hatte, hat mich förmlich begeistert. Etwas schade, dass Anderson seinen Cutter nicht ins Ziel bringen konnte. Umso schöner das Ende, wo ich mich – trotz meiner eher geringen Kenntnisse – richtig für Goto und Shibata gefreut habe. Es war wirklich ein schönes Bild, wie die beiden da nebeneinander im Schneidersitz im Ring gesessen haben.

Simon Weimer: … und ein weiteres Mal Bashing für die großen Ligen: Schaut hin, schaut euch diesen Doc Gallows an. Niemand von euch konnte etwas mit ihm anfangen und bei WrestleKingdom hat er gezeigt, dass man schon auf beiden Augen blind sein muss, um nichts in ihm zu sehen. Ansonsten kann ich auch nur die Kürze bemängeln, finde es auf der anderen Seite aber erstaunlich, was die vier alles in ihre 10 Minuten gepackt haben. Hier hat man schon langsam gemerkt: Es geht in Richtung Main Event.

IMPACT ist wieder da! Mit neuem TV-Sender, neuem Logo, einer Liveshow aus New York, einem „Major Announcement“ von Kurt Angle, sage und schreibe vier Titelmatches, einigen Heelturns und einem Comeback, auf das man wirklich gespannt sein kann.

Street Fight
MVP vs. Kurt Angle
Sieger via Pinfall: Kurt Angle



Tag Team Championship
James Storm & Abyss © vs. The Wolves
Sieger via Pinfall: James Storm & Abyss



X-Division Championship
Low Ki © vs. Austin Aries
Siegr via Pinfall und neuer Champion: Austin Aries



Knockouts Championship
Battle Royal
Taryn Terrell © vs. Angelina Love vs. Velvet Sky vs. Gail Kim vs. Madison Rayne vs. Havok vs. Rebel
Sieger via Stipulation: Taryn Terrell



World Heavyweight Championship
Bobby Roode © vs. Bobby Lashley
Sieger via Pinfall und neuer Champion: Bobby Lashley



Eröffnet wurde die Show mit einem Videopackage, das jeweils die Heels und die Babyfaces in zwei verschiedenen Bussen zur Arena begleitete. Roode hielt eine Ansprache für die Guten, MVP und James Storm für die Bösen. Als sie an der Arena ankamen, gab es einen riesigen Brawl, als Kurt Angle die Security fragte, ob die noch alle Latten am Zaun hätten. Der GM begab sich anschließend in die Halle, um seine große Ankündigung zu machen, wurde jedoch von MVP unterbrochen. Der spulte sein übliches „Böser GM“-Programm ab, bevor Angle bekannt gab, dass er zurücktrete – und als letzte Amtshandlung einen Street Fight zwischen ihm und MVP festsetze, da er nun wieder als aktiver Wrestler unterschrieben habe.

Mike Tenay ist offensichtlich der neue Jeremy Borash und fragte James Storm über seine Revolution aus. Der meinte, jedes mal wenn das Management ihm die Chance gegeben habe, habe er etwas großartiges daraus gemacht, doch den ganz großen Sprung habe man ihm verwehrt. Dafür müsse man nun büßen.

Manik & Sanada griffen im Tag Title Match ein, wurden jedoch von den Hardys vertrieben. Jeff bumpte versehentlich gegen Edwards und kostete die Wolves so das Match.

ECIII unterbrach Jeremy Borash, um Rockstar Spuds Karriere verbal niederzumachen. Bevor der ihm antworten konnte, wurde schon backstage von Brodus... äh, Tyrus attackiert und in die Halle gezerrt. Die Heels deuteten dann an, JBs Kopf rasieren zu wollen. Während Tyrus Spud festhält, rasiert ECIII tatsächlich auf dem Kopf von Jeremy Borash herum und Spud muss hilflos zuschauen.



Erste Spannungen ergaben sich zwischen Bobby Lashley, MVP & Kenny King.

Nach dem Knockouts Match attackierte Havok Terrell, als das Licht ausging und sie sich plötzlich Awesome Kong gegenüber sah. Die beiden lieferten sich einen Staredown, bevor sie von Referees getrennt wurden – Referee Stiffler musste dementsprechend noch einen Chokeslam einstecken.



Im Main Event kamen zwei maskierte Wrestler zu Lashleys Hilfe, die sich als Low Ki & Samoa Joe herausstellten. Eric Young kam mit einem Stuhl, um die Störenfriede zu vertreiben – nur um dann gegen Roode zu turnen. Nach dem Stuhlschlag erledigte Lashley mit dem Spear den Rest.

SmackDown lief heute natürlich ohne die gefeuerten Erick Rowan, Ryback & Dolph Ziggler ab. Dafür musste sich Roman Reigns einen Tag Team Partner für den Main Event suchen und fand diesen in Dean Ambrose. Außerdem ging Bad News Barrett nach seinem Match auf Sin Cara los. Die restlichen Ergebnisse:

Adam Rose vs. Big E
Sieger via Pinfall: Big E

The Ascension vs. Zwei unbekannte Jobber
Sieger via Pinfall: The Ascension

Alicia Fox vs. Naomi
Sieger via Pinfall: Naomi

Tag Team Championship
Triple Threat Match
The Usos vs. Goldust & Stardust vs. The Miz & Damien Mizdow
Sieger via Pinfall: The Usos

Non Title Match
Bad News Barrett vs. Sin Cara
Sieger via Pinfall: Sin Cara

Roman Reigns & Dean Ambrose vs. Seth Rollins & Big Show
Sieger via Pinfall: Roman Reigns & Dean Ambrose

… könnte man den nächsten Podcast von Jim Ross nennen, schaut sich die Körperfülle des Kommentators und seines Gastes an: Dixie Carter wird zu Gast sein. Aufgezeichnet wurde der Podcast übrigens vor wenigen Tagen. Und jetzt wendet sich Ross schon der Konkurrenz zu, womit wir beim eigentlichen Thema dieser Woche wären:

Nachdem uns Jeff Jarrett Monat um Monat mit vagen Anmerkungen hinhielt, kommt es heute Abend zum ersten offiziellen Lebenszeichen der GFW: Sie bringt als erste Promotion eine japanische Großveranstaltung live auf den amerikanischen PPV-Markt. Was im Vorfeld herausstach, war die Bewerbung, die ungewöhnlich und äußerst umfangreich ablief.

JR meinte einmal es sei lächerlich, dass TNA geradezu die WWE kopiere – so werde man nie Fans abwerben können, man müsse etwas eigenes anbieten. Genau das tut die GFW gerade und zwar im ganz großen Stil. Man beschränkt sich nicht auf hübsche Bilder und kurz geschnittene Videos mit schneller E-Gitarrenmusik unterlegt. Allgemein gilt ja die Auffassung, dass die sich Aufmerksamkeitsspanne auf Youtube auf ca. 3 Minuten beschränkt.

Die GFW-Videos ignorieren das alles und nehmen sich 5-10 Minuten Zeit, nur um ein einzelnes Match dem Fan näher zu bringen. Jarrett und Striker betreiben hier erstklassige Aufklärungsarbeit für Fans, die kein Stück mit dem Produkt von NJPW vertraut sind. Auch geschäftlich traut sich Jarrett Dinge auszusprechen, die noch nie ein Promoter (zumindest laut) vorher geäußert hat: Er gesteht Youtube & Co. ihre Position zu und hält viele der heutigen Geschäftsmodelle für veraltet. Er stellt sich mit den großen Journalisten  (Meltzer, Scherer, Keller) gut und gesteht ihnen einen gewissen Einfluss zu (wie viel Taktik und wie viel Überzeugung dahinter steht, sei mal dahin gestellt, aber er akzeptiert die Fakten).

Wie das letztendliche Produkt der GFW aussehen wird, weiß noch kein Mensch. Die Zeichen stehen zumindest gut. Double J konzentriert sich auf den harten Kern der Fans, vertraut auf echtes Interesse und spekuliert nicht auf kurzfristiges an-Land-ziehen von Casual Fans. Sollte WrestleKingdom9 einen entsprechenden finanziellen Schnitt machen und Jarrett seinen Kurs weiter fahren, sehe ich noch große Dinge auf uns zukommen. Für den Moment freue ich mich jedoch erstmal auf WK9 morgen früh, was ja laut einiger Reviews nicht so verkehrt gewesen sein soll.

Trotz der Rückkehr der Authority durften Edge & Christian heute noch einmal großzügiger Weise SmackDown leiten. Hunter hatte jedoch J&J Security geschickt, um E&C zu überwachen. Die vier lieferten sich ein paar Comedy-Skits. Zudem durfte Dean Ambrose ein wenig mit Curtis Axel brawlen, um sein kommendes Ambulance Match gegen Bray Wyatt zu hypen.

Bray Wyatt vs. Erick Roawn
Sieger via Pinfall: Bray Wyatt

Big Show vs. Ryback
Sieger via Countout; Big Show

Los Matadores vs. Cesaro & Tyson Kidd
Sieger via Pinfall: Cesaro & Tyson Kidd

The Ascension vs. Zwei unbekannte Jobber
Sieger via Pinfall: The Ascension

Goldust, Stardust & Adam Rose vs. The Usos & R-Truth
Sieger via Pinfall: The Usos & R-Truth

Non Title Match
Rusev vs. Roman Reigns
Sieger via DQ: Roman Reigns (gewann nach einem Eingriff von Big Show)

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