WWE: Carsten Schaefer mit heftiger Kritik zum Abschied – Kommentatoren-Kollegen kontern Mobbing-Vorwürfe

  • 29 Dezember, 2020
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Mehr als 30 Jahre war er die deutsche Stimme der WWE, jetzt ist für Kommentator Carsten Schaefer Schluss. Er verabschiedet sich in einem Statement von den Wrestling-Fans und übt heftige Kritik an seinen Ex-Kollegen. Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten – und rücken Schaefer selbst in ein schlechtes Licht.

„Meine WWE-Zeit ist leider mit diesem Jahr zu Ende gegangen“, schreibt Carsten Schaefer, der seit 1989 WWE im deutschen Fernsehen kommentierte, auf Facebook. Sein Post wird aber weniger sentimentale Verabschiedung von den Fans als vielmehr eine bittere Abrechnung mit einigen Ex-Kollegen und -Vorgesetzten. Besonders hart angegangen werden Kommentator Sebastian Hackl und Stefan Kastenmüller, der ehemalige Leiter des WWE-Büros in München, den Schaefer nicht namentlich nennt.

Carsten Schaefer verlässt WWE mit Ärger: Karriere als Wrestling-Kommentator beendet

Mit der Eröffnung des WWE-Büros in München hätten 2013 für Carsten Schaefer die Probleme angefangen. „Der Mann, der es leitete, ist – ohne Übertreibung – der schlimmste Mensch, den ich jemals kennenlernen musste“, schreibt Schaefer. „Was wir da an Mobbing (oder Bossing) erlebten, ging auf keine Kuhhaut und kostete mich seelisch Jahre meines Lebens.“

Der Leiter des WWE-Büros habe ihn loswerden wollen, behauptete Schaefer. Auf dem Sender Pro7 Maxx verlor Schaefer 2017 tatsächlich seinen wöchentlichen Job als TV-Kommentator, für WWE kommentierte er aber weiter WWE-Großveranstaltungen live aus den USA mit den Kollegen Calvin Knie und Tim Haber. Schaefer einzufliegen, sei der WWE aber zu teuer geworden. Außerdem machte die Corona-Krise 2020 Schaefer und der WWE einen Strich durch die Rechnung, zumindest die „Big Four“ Royal Rumble, WrestleMania, SummerSlam und Survivor Series am Mikrofon zu begleiten. Nun sei seine Karriere als Wrestling-Kommentator beendet. „Andere Wrestling-Kommentatoren-Möglichkeiten bestehen ja nicht – zumindest sehe ich keine –, also ist dieser Teil meines Berufs leider beendet.“

Carsten Schaefer: Heftige Kritik an Ex-WWE-Kommentatoren-Kollege Sebastian Hackl

Zum Abgang schießt Carsten Schaefer auch gegen seine Ex-Kommentatoren-Kollegen Holger Böschen und vor allem Sebastian Hackl. „Hackl und Böschen als Kommentatoren? Ein Witz – vor allem Hackl, der glaubte, weil er mal wrestlete, der ,Kommentator Nummer 1' zu sein verdient zu haben. Nun, man verdient es sich und bekommt es nicht geschenkt.“ Ins Detail geht Schaefer nicht.

Die Konter der beschuldigten WWE-Kommentatoren und weiteren Kollegen ließen nicht lange auf sich warten. „Wer jahrzehntelang Kollegen gemobbt, schikaniert, bedroht, hintergangen und wie den letzten Dreck behandelt hat, sollte jetzt nicht über andere herziehen, sondern hoffen, dass die unzähligen Kollegen weiterhin wie bisher schweigen“, schreibt etwa der heutige AEW-Kommentator Mike Ritter auf Twitter.

Deutsche WWE-Kommentatoren kontern: Mobbing-Vorwürfe gegen Carsten Schaefer

Holger Böschen pflichtet Ritter bei. „100 %, aber ob das mit dem Schweigen weiterhin funktioniert...“, schreibt er. „Oder man denkt langsam mal über rechtliche Schritte nach. Ist ja nicht das erste Mal, dass der Ex-Kollege lügt und verleumdet und ausfallend wird.“ In einem weiteren Tweet schreibt er: „Ein verbitterter Mann, der in seinem Leben mehr Menschen gemobbt hat – mich inkl. – als alle, die ich kenne, schlägt hier wild um sich. Für alle, die mit ihm arbeiten mussten leider nichts Neues oder Überraschendes.“

Hinter den Kulissen sei in der Vergangenheit „einiges unternommen“ worden, erklärt Ritter. „Aber es gehört eben nicht in die Öffentlichkeit. Das wurde jetzt nicht von uns nach außen getragen.“ Sebastian Hackl äußerte sich bisher nicht öffentlich. Auf Twitter kündigte er vor Weihnachten an, sein Handy über die Feiertage auszuschalten.

In letzter Zeit bin ich häufig gefragt worden, ob ich noch die WWE-PPVs oder -Sendungen kommentiere. Leider muss ich...

Gepostet von Carsten Schaefer am Sonntag, 27. Dezember 2020
Letzte Änderung am Dienstag, 29 Dezember 2020 17:31

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